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    Georg Oswald Cott

    Georg Oswald Cott

    Der VS gratuliert nachträglich ganz herzlich Georg Oswald Cott zum 90. Geburtstag

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Niedersachsen bph Georg Oswald Cott

    Oswald wurde am 21. September 1931 in Salzgitter geboren, machte seinen Meister als Konditor, fing dann an, Germanistik und Berufspädagogik zu studieren und arbeitete als Berufsschullehrer und an der Universität Hannover.

    In den 1960er Jahre begann er zu schreiben, verfasste Hörspiele Essays und Gedichte und veröffentlichte Lyrikbände, die teils von Künstlerinnen oder Künstlern illustriert wurden. Darunter: Ding und Gegending, Gedichte, mit farbigen Holzschnitten von Herbert Grützner, Braunschweig 1972; Pusteblumentage, Gedichte, mit Federzeichnungen von Herbert Grützner, Braunschweig 1975; unhörbar hörbar, Gedichte, mit Radierungen von Raoul Wüstner, Braunschweig 1977, geänderte Auflage Braunschweig 1983; kreuzbrav, Gedichte, Handpressendruck, mit Radierungen von Raoul Wüstner, Hauzenberg 1987 oder Als ob dir Flügel wachsen, Handpressendruck, mit Farbradierungen und Aquatinta von Helga Schröder, Bremen, Berlin 1992.

    Oswald widmete einen Teil seiner Schaffenskraft auch dem deutsch-israelischen Schriftsteller Werner Kraft, der seit 1934 in Israel lebte und dort 1991 verstarb. Jahrelang engagierte er sich als Jurymitglied des Kulturkreises Schlesien und im Beirat der Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn. Schon vor dem Fall der Mauer organisierte er Veranstaltungen mit Autorinnen und Autoren der DDR und setzte sich für deutsch-polnische Projekte ein. Anlässlich der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Landes Niedersachsen 2011 sagte die damalige Kultus-Ministerin Wanka über ihn: »Georg Oswald hat weit mehr getan, als sich auf sein Schreiben zu konzentrieren. Aufgrund seiner persönlichen und schriftstellerischen Leistung ist er für das Land Niedersachsen von besonderer Bedeutung.«

    Georg Oswald Cott wurde 1984 mit dem Stipendium für Literatur des Landes Niedersachsen ausgezeichnet, 1991 bekam er ein Aufenthaltsstipendium des Landes Niedersachsen für ein Worpsweder Atelierhaus, er war 1997 Ehrengast der Villa Massimo und bekam 1998 den Literaturpreis Das neue Buch des VS Niedersachsen/Bremen. 2011 bekam er, wie schon erwähnt, das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens.

    Georg Oswald Cott ist Mitglied des VS in ver.di und im PEN-Zentrum Deutschland.