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    6. Kölner Literaturtage des VS

    6. Kölner Literaturtage des VS

    »Ich bin online, also bin ich – aber wem gehört das Netz?«

    Die Eröffnungsveranstaltung der 6. Kölner Literaturtage »Ich bin online, also bin ich – aber wem gehört das Netz« am 24. Oktober 2020 musste leider ausfallen. Trotzdem: die Jury – Mona Ameziane, Moderatorin und Journalistin, Ute Wegmann, Autorin und Vorstandsmitglied des Kölner Literaturszene e.V. und Jan Drees, Autor und Journalist – haben die endgültigen Preisträgerinnen und Preisträger bestimmt.

    Der 1. Platz geht an Samy Challah
    für seinen Text »Gespenster«, in dem ein körperloses Ich glaubt, mit dem Hochladen der Hirndaten in eine »Wolkenmeer«-Cloud wirklich präsent zu sein. Faustisch wirkt der Pakt des digitalen Dienstleisters: Unsterblichkeit gegen Seele. Die Geschichte fragt aufs Neue und am Puls unserer Zeit »Was ist der Mensch, worin besteht seine Würde?«

    Lisa Polster belegt mit »Mara geht« den 2. Platz.
    Ihre kurze Geschichte zeigt eindringlich die Auseinandersetzung mit dem Tod in Zeiten von Bilderfluten, Emojis und Kurznachrichten, die bleiben. Bis man sie löscht.

    Die dritte Preisträgerin: Carla Kaspari 
    Die Jury prämiert »Heavy Flow«. Blut fließt hier im Wechselspiel zwischen George-Orwell-Vision und der wahren Menstruation, während sich das Beliebige einer hochglanzpolierten Instagram-Liaison offenbart. Real, das zeigt diese Geschichte, ist nur noch der Schmerz.

    Als Finalistinnen/Finalisten
    geladen waren außerdem Jonas Linnebank mit »Go« und Jana Niedert mit »Die Kundin«.

    Es gratulieren der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller und die Kölner Literaturinitiative Land in Sicht.

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    VS Fachgruppe Literatur der ver.di NRW
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