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    Leonhard F. Seidl ausgezeichnet

    Leonhard F. Seidl ausgezeichnet

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Bayern J. Brechter Leonhard F. Seidl  – Lesung im Gemeindesaal Isen

    Der Markt Isen schrieb anlässlich des 1.275-jährigen Bestehens einen Kunst- und Literaturwettbewerb aus. Der gebürtige Isener Leonhard F. Seidl wurde nun mit dem 2. Literaturpreis des Marktes Isen ausgezeichnet.

    Der 1976 in München geborene und nun in Fürth lebende Seidl wurde bereits mehrfach mit Preisen und Stipendien gewürdigt. Die Jury vergab den Preis für einen Auszug aus Seidls sechstem Roman »Vom Untergang«, der im März in der Edition Nautilus, Hamburg erschienen ist.

    Seidl zeigt sich erfreut über diese Würdigung, nicht zuletzt, »da im Roman der rechtsextreme Forstrat Georg Escherich eine tragende Rolle spielt, der vor 100 Jahren in Fememorde verwickelt war und Oswald Spenglers antidemokratische Pläne zur Lenkung der Presse vorantrieb. Trotzdem ist noch immer eine Straße in Isen nach Escherich benannt«, so der 46-jährige Autor und Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Mittelfranken.

    »Ich werte es als Zeichen der kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, dass mein Romanauszug auch durch den langjährigen Bürgermeister Siegfried Fischer ausgezeichnet wurde. Ich danke ihm und ganz besonders der Kulturreferentin Lena Geiger (Grüne) für die Auszeichnung und die Organisation des Wettbewerbs, der dazu beiträgt, die Geschichte des Ortes für nachfolgende Generationen festzuhalten.«

    zu Wettbewerb und Ausstellung

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Bayern
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