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    Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie

    Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie

    Keine Anhörung im Rechtsausschuss
    ohne Urheberinnen/Urheber und Künstlerinnen/Künstler – Wir protestieren

    Der VS, Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, fordert, bei der Anhörung »Anpassung Urheberrecht« des federführenden Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags am 12. April 2021 die Seite der Urheberinnen/Urheber und ausübenden Künstlerinnen/Künstler zu Wort kommen zu lassen.

    Senden wir – Autorinnen und Autoren, literarische Übersetzerinnen und Übersetzer – unsere Forderung direkt an die federführenden Ausschüsse des Deutschen Bundestags.
    Dazu schlagen wir folgenden Text für eine e-Mail oder einen Brief vor:

    • VORSCHLAG

      An die Mitglieder des
      Fachausschusses für Recht und Verbraucherschutz: rechtsausschuss@bundestag.de 
      Fachausschusses für Kultur und Medien: kulturausschuss@bundestag.de 
      Fachausschusses Digitale Agenda: ada@bundestag.de

       

      VS Fachgruppe Literatur der ver.di VS Biefentwurf

      BETREFF
      Anhörungen und Debatten zum Urheberrecht: Bitte nicht ohne die Betroffenen!


      Sehr geehrte Abgeordnete,
      sehr geehrte Ausschuss-Mitglieder

      mein Name ist … Ich bin Schriftstellerin/Schriftsteller / Übersetzerin/Übersetzer seit … und wende mich heute an Sie mit der Bitte, sich dafür einzusetzen, dass weitere entscheidende Debatten und Anhörungen um die Umsetzung der DSM-Direktive zum Urheberrecht nicht ohne Urheberinnen/Urheber und Künstlerinnen/Künstler geführt werden, wie es derzeit vorgesehen zu sein scheint.

      Dies entspräche weder grunddemokratischen Prinzipien noch dem Ansinnen der EU-Richtlinie, die sich der Stärkung des Urheberrechts verpflichtet, wie schon ihr Name anzeigt – und nicht dem Verwerterrecht, oder dem einer Plattform und auch nicht einem Recht der Bildungsinstitutionen, Öffentlich-Rechtlicher Sender oder von Verbraucherinnen/Verbraucher.

      Sofern sich die Fraktionen nicht entschließen, wenigstens einen legitimierten Vertreter der Urheberinnen/Urheber oder der Autorinnen/Autoren und Übersetzerinnen/Übersetzer zu benennen, bitte ich Sie, sich stellvertretend für die über 300.000 hauptberuflichen Urheberinnen und Urheber, und insbesondere für die Autorinnen/Autoren und Übersetzerinnen/Übersetzer des Buchsektors einzusetzen – im Hinblick auf die Stellungnahmen der Initiative Urheberrecht, die als Zusammenschluss von 40 Kreativenverbänden höchste Repräsentativität gewährleistet.

      Die Kulturbranche in Deutschland und ihre beruflichen, soloselbständigen Einzelakteurinnen und -akteure erfahren seit einem Jahr wenig Unterstützung in der Corona-Krise. Und so ist es dringender denn je, für die nachhaltige Zukunft dieses einst florierenden, drittstärksten Wirtschaftssektors eine Gesetzgebung zu schaffen, die die Leistung der Urheberinnen und Urheber schützt und fördert. Denn sie stehen am Anfang jeder Wertschöpfungskette, sind Steuerzahlerinnen/-zahler, Wählerinnen/Wähler – und Menschen, die ihre Existenz fristen müssen. Lassen Sie uns nicht im Stich – lassen Sie uns bitte zu Wort kommen, wenn unser Urheberrecht verhandelt wird.

      Ihre/Ihr
      (Name, Adresse, Telefon)


      Zu weiteren Informationen und Rückfragen verweise ich u.a. auf die Initiative Urheberrecht, auf den Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di, den VdÜ sowie für einen Überblick über die Situation der Autorinnen/Autoren und Übersetzerinnen/Übersetzer in der Pandemie auf das Netzwerk Autorenrechte.