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    Hieronymusring 2019 an Marianne Gareis

    Hieronymusring 2019 an Marianne Gareis

    Der Hieronymusring, eine Auszeichnung für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung, geht 2019 an die Berliner Übersetzerin Marianne Gareis.

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di | VdÜ privat Marianne Gareis


    Sie erhält den Ring, der alle zwei Jahre weitergegeben wird, für ihre Übertragungen portugiesischer, lateinamerikanischer und spanischer Prosa. Darunter finden sich so unterschiedliche Werke wie die Romane des Nobelpreisträgers José Saramago, die kurze unheimliche Prosa von Samanta Schweblin und die kalten Texte von Gonçalo M. Tavares. Auf deren Anforderungen – seien es die ausgreifenden Sätze Saramagos, die versteckten Pointen bei Schweblin oder der karge Stil der Romane von Tavares – antwortet sie reflektiert, entschlossen und mit großer Präzision. Um etwa der nuancierten und hintergründigen Erzählkunst der argentinischen Autorin ihre deutsche Version an die Seite zu stellen, hält sie Mehrdeutiges in der Schwebe und setzt an den entscheidenden Stellen klare Signale – literarische Maßarbeit.

     

    Der Hieronymusring wurde 1979 dank der Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Stiftung erstmals vergeben.
    Wer ihn trägt, entscheidet, an wen der Ring als nächstes weitergereicht wird.
    Unter den bisher Benannten waren Susanne Lange, Frank Heibert und Miriam Mandelkow.

    Die undotierte Auszeichnung wird am 25. Mai 2019 um 19.45 Uhr in der Lindenhalle in Wolfenbüttel im Rahmen der VdÜ-Jahrestagung von der derzeitigen Trägerin Gabriele Leupold überreicht.

     

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