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    Internationaler Literaturpreis 2021

    Internationaler Literaturpreis 2021

    Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen

    In Krisenzeiten kommt es mehr denn je darauf an, welche Art von Geschichten wir erzählen, welchen Skripts und Plots wir folgen, welchen Stimmen wir Vertrauen schenken. Literatur kann beschreiben, wie der flüchtige Moment mit den Langzeitentwicklungen, das Große mit dem Kleinen, das Nahe mit dem Fernen zusammenhängt. In Erzählungen lassen sich Probleme artikulieren, für die Sprach- und Denkformen erst noch gefunden werden müssen. Stärker denn je sind wir dabei auf Übersetzungen angewiesen, um globale Bedingungen in ihren lokalen Ausprägungen sehen und verstehen zu können. Auch 2021 begibt sich der Internationale Literaturpreis auf die Suche nach Texten, die etwas mit der Sprache machen – gerade weil sie uns als Übersetzungen erreichen.

    Zum dreizehnten Mal verleihen das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen den Internationalen Literaturpreis. Dotiert mit 35.000 Euro – 20.000 Euro für Autorin oder Autor, 15.000 Euro für Übersetzerin oder Übersetzer – zeichnet er ein herausragendes Werk der internationalen Gegenwartsliteratur in deutscher Erstübersetzung aus. Er würdigt in dieser Allianz sowohl Originalwerk als auch Übersetzung. Dieser doppelte Fokus macht ihn in der deutschen Preislandschaft einzigartig.

    Der Internationale Literaturpreis versteht Literatur als soziale Praxis. Er wird daher von unterschiedlichen Medien und Veranstaltungen begleitet. Ob Videos, Podcasts oder Reading Groups: Es gibt viele Möglichkeiten, Texten zu begegnen. Auszüge aus den sechs Büchern der Shortlist werden in einem Reader versammelt, der in vielen Partnerbuchhandlungen erhältlich sein wird.

    Eine unabhängige Jury ermittelt in einem mehrstufigen Verfahren aus den eingereichten und von ihr nachnominierten Titeln zunächst die Shortlist und in einem weiteren Schritt das Preisträger-Duo.

    Die Shortlist wird am 20. Mai 2021 in der Buchhandlung ocelot in Berlin bekanntgegeben. Die öffentliche Preisverleihung findet am 30. Juni 2021 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin statt.

    Teilnahme
    Deutschsprachige Verlage können sich mit bis zu drei ins Deutsche erstübersetzten Titeln aus dem aktuellen bzw. geplanten Programm bewerben. Titel, die zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht erschienen sind, können zunächst als Manuskript angemeldet und eingereicht werden. Mit der Anmeldung sind alle Titel in ihrem aktuellen Stand in digitaler Form einzureichen und müssen als Buch oder Druckfahne bis spätestens zum 20. März 2021 nachgereicht werden.
    Eigenbewerbungen von Autorinnen/Autoren und/oder Übersetzerinnen/Übersetzern sind nicht möglich.
    Zulässig sind deutsche Erstübersetzungen von Werken internationaler Erzählliteraturen, die im Original innerhalb der letzten 10 Jahre erschienen sind. Das Erscheinungsdatum der deutschen Übersetzung muss zwischen dem 1. Mai 2020 und dem 20. Mai 2021 liegen.

    Anmeldung/Ausschreibung
    Titelanmeldungen sind bis 31. Januar 2021 ausschließlich online unter www.hkw.de/literaturpreis-anmeldung möglich.

    Weitere Informationen ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di VdÜ
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