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    Gerhard Uhlenbruck

    Gerhard Uhlenbruck

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di NRW wikimedia | Rana Düsel Gerhard Uhlenbruck

    Immer noch ein kreativer Geist

    Er hat viele coole und bedenkenswerte Sprüche über das Alter gemacht – nun wird er 90, der Kölner Aphoristiker. In seiner langen Lebenszeit ist viel zusammengekommen: Geboren 1929 in Köln, Medizinstudium, Forschungsaufenthalte in London und Cambridge, Hirnforschung am Max-Planck-Institut, Professor an der Uniklinik und der Sporthochschule Köln.

    Und dann gab und gibt es noch einen besonderen Arbeitsschwerpunkt, den Aphorismus. Alles in einem Satz zu sagen, ist zweifelsohne harte Denkarbeit. Seit den 1970er Jahren kreiert und veröffentlicht Gerd Uhlenbruck immer wieder überraschende Sätze, die zum Schmunzeln, Kopfnicken und Nachdenken anregen, manchmal sogar dazu zwingen.

    Die Liste seiner Publikationen ist schier endlos. Und bei jedem neuen Buch kann man bewundernd feststellen, dass ihm immer noch etwas Neues eingefallen ist. Die moderne Zeit, die sich bisweilen in knappen, niveaulosen Tweets präsentiert, bedarf der Stoppzeichen à la Uhlenbruck.

    Für ihn selbst gilt der Satz nicht: »Manche halten einen ausgefüllten Terminkalender für ein ausgefülltes Leben.«

    Mit großer Intensität hat er sich den Menschen zugewandt, als Mediziner und als Aphoristiker. Am 17. Juni 2019 kann er auf ein ausgefülltes, mit Humor gewürztes Leben zurückblicken und sich an seinem Ehrentag feiern lassen.

    Wir gratulieren!

    Volker W. Degener