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    Aktuelle VdÜ-Honorarumfrage

    Aktuelle VdÜ-Honorarumfrage

    Normseitenhonorare erneut gesunken
    nur 7,4 Prozent der Verträge erfüllen sämtliche Mindestvorgaben

    Der VdÜ fragt bei seinen Mitgliedern in regelmäßigen Abständen anonymisiert Vertragsbedingungen ab. Die »Honorarumfrage Buch« gibt einen Überblick über Verlagsverträge, Seitenhonorare, Absatz- und Lizenzbeteiligungen für die wichtigsten Genres und Sprachen.

    »Ob Klassiker, ob neue Stimmen aus aller Welt: Übersetzungen beleben und bereichern nach wie vor die deutsche Literaturlandschaft und sind eine tragende Säule der Buchbranche. Wer von dieser Vielfalt und Fülle am wenigsten profitiert, sind ausgerechnet diejenigen, die sie hervorbringen, wie unsere aktuelle Honorarumfrage wieder einmal belegt.

    Besonders alarmierend: Die Normseitenhonorare für Literaturübersetzungen sind 2017/2018 erneut gesunken. Inflationsbereinigt liegt der Durchschnittssatz von 18,72 Euro sogar 3,39 Euro unter dem des Jahres 2001.

    Die vom Gesetzgeber angestrebte Stärkung der Urheberinnen/Urheber hat seit 2002 so gut wie keine Wirkung gezeigt, das muss sich jetzt im Sinn des "effet utile" bei der Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht dringend ändern. Nur so werden Übersetzerinnen und Übersetzer ihr Recht auf angemessene Vergütung durchsetzen und ihre zunehmend prekäre Lage verbessern können« erläutert Patricia Klobusiczky, Erste Vorsitzende des VdÜ

    zur Honorarumfrage

    Die Normseitenhonorare
    für Literaturübersetzungen sind 2017/2018 erneut gesunken; das durchschnittliche Seitenhonorar von18,72 Euro reicht an die Werte von 2015 und 2016 nicht heran. Gegenüber 2001 werden für die Normseite inflationsbereinigt nunmehr 3,39 Euro weniger bezahlt.

    Nur 73 von 991 Verträgen (7,4 Prozent)
    erfüllen sämtliche Mindestvorgaben der Gemeinsamen Vergütungsregeln, die der VdÜ 2014 mit mehreren Verlagen abgeschlossen hat.