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    Corona-Hilfen der Länder verhindern nicht existenzielle Nöte

    Corona-Hilfen der Länder verhindern nicht existenzielle Nöte

    09.04.2020

    Der VS fordert dringend Nachbesserungen
    bei den Corona-Hilfen für betroffene Autorinnen und Autoren

    Die Corona-Hilfen der Länder verhindern nicht die existenziellen Nöte vieler Autorinnen und Autoren. Dazu die Bundesvorsitzende des VS, Lena Falkenhagen: »Die Bundesregierung und die umsetzenden Landesregierungen müssen dringend nachjustieren. Autorinnen und Autoren zahlen sich die Vergütung für ihre Erwerbstätigkeit aus den eigenen Einnahmen.« Der VS fordert die Berücksichtigung eines angemessenen Unternehmerinnen-/Unternehmer-Einkommens in Notsituationen. »Schriftstellerinnen und Schriftstellern ist mit Liquiditätshilfen, die nur für Geschäftsmiete und Leasingraten gedacht sind, nicht geholfen«, so Lena Falkenhagen weiter.

    Falkenhagen erklärt, die Umsetzung sei in vielen Bundesländern erratisch gewesen. Die Bedingungen für die Förderung mit den Geldern im Rahmen der Corona-Hilfe seien an manchen Stellen täglich verändert worden. Dabei seien diese Anpassungen meist zum Nachteil der freien und soloselbständigen Antragstellerinnen oder Antragstellern.

    Dadurch fallen in den meisten Bundesländern viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller durch das Netz der Unterstützungsfonds. »Für viele Autorinnen und Autoren bleibt aktuell nur, das erleichterte ALG II zu beantragen. Wir warten noch auf die Einlösung des Versprechens „insbesondere in Not geratenen Künstlerinnen und Künstlern“ mit geschärften Förderprogrammen unterstützen zu wollen.«

    Die kulturelle Vielfalt in Deutschland und der EU droht zu schrumpfen, wenn man Kunst- und Kreativschaffende jetzt nach der »one size fits all«-Lösung behandelt.

    »Das besondere Regelungen sinnvoll und zulässig sind, zeigen Regelungen wie die Buchpreisbindung und die Grundgedanken des Urheberrechts. Für Künstlerinnen und Künstler könne man eine Professionalität u.a. an der Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse festmachen«, nennt Falkenhagen ein mögliches Differenzierungskriterium.

    Für Rückfragen:
    Lena Falkenhagen, Bundesvorsitzende des VS
    Tel.: 0177-3181425 | e-Mail: lena.falkenhagen@schriftstellerverband.org
    Weitere Informationen unter http://.vs.verdi.de

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

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