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    Solidarität unter Extrembedingungen anlässlich Covid-19

    Solidarität unter Extrembedingungen anlässlich Covid-19

    14.03.2020

    Der VS fordert neben einer Notfallkasse für existentiell bedrohte Kulturschaffende und -betriebe auch Senkung des KSK-Mindestverdienstes für 2020.

    »In Zeiten einer so außergewöhnlichen Krise wie der durch Covid-19 sieht man, wie finanziell fragil der Kultursektor in Deutschland ist«, sagt Lena Falkenhagen, Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di). »Die Kulturbranche und die öffentliche Hand müssen nun solidarisch zusammenstehen und kurz- und mittelfristige Hilfestellungen geben, damit der Kulturbereich nicht irreparabel beschädigt wird.«

    Für eine erste Orientierung hat der VS eine Handreichung verfasst, die Schritte für Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Krisensituationen umfasst, aber auch Handlungsempfehlungen für die öffentliche Hand, Verwerter, Verwertungsgesellschaften, Vereine und Leserinnen/Leser beinhaltet.

    Der VS ist auch an die Künstlersozialkasse (KSK) herangetreten. » Ein flächendeckend von Verdienstausfällen geprägtes Jahr darf nicht normal in die Betrachtung des Mindestverdienstes in der KSK eingerechnet werden. Sonst verlieren selbständige Künstlerinnen und Künstler noch ihre geförderte soziale Absicherung durch die KSK«, betont Lena Falkenhagen.

    Die Bundesvorsitzende des VS rät: »Kulturstaatsministerin Grütters sicherte schnelle Hilfe auch für Freiberuflerinnen und Freiberufler zu. Wie viel Geld zur Verfügung steht und wie die Gelder verteilt werden, ist noch unklar. Wir empfehlen daher die Selbstdokumentation der Ausfälle. So kann man seine Verluste im Zweifel nachweisen.«

    Der VS fordert:

    • Eine Notfallkasse des Bundes für existentiell bedrohte freie Kulturschaffende und -betriebe, nicht nur für Schriftsteller;
    • Öffentliche Gelder im Kulturbereich müssen weiterfließen, auf Rückforderungen bei ausgefallenen Veranstaltungen sollte verzichtet werden;
    • Reduzierung oder Aussetzung des Mindestverdienstes zur Berechnung der Mitgliedschaft in der KSK.

    Der VS unterstützt die Forderungen der ver.di:

    • Vorübergehende unbürokratische Absenkung der Sozialversicherungsbeiträge;
    • Senkung der oder Verzicht auf Einkommenssteuer-Vorauszahlungen.

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    Die Handlungsempfehlung kann von der Internetseite des VS http://vs.verdi.de geladen werde

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di
    Foto/Grafik: VS

    ... vom 14. März 2020
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