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    Bernd Schröder, Architekt seiner Figuren

    Bernd Schröder, Architekt seiner Figuren

    03.06.2019

    Der VS gratuliert zum 75. Geburtstag

    Am 6. Juni feiern wir den runden Geburtstag von einem sehr vielseitigen Autor: Bernd Schröder. Geboren wurde er 1944 in Aussig Ústí nad Labem, Reichsgau Sudetenland. Aber schon ab seinem ersten Jahr lebte er in Bayern und empfand Bayern als seine Heimat. Er fühlte sich nicht als ein Flüchtling, wie er 2004 bei einem von Dr. Eberhard Büssem geführten Interview erklärte. Er wollte Schreiner und später Architekt werden wie sein Großvater, ist aber Schriftsteller geworden; der Architekt seiner eigenen Figuren. Bernd Schröder ist Mitglied im PEN und unser sehr geschätzter Kollege im VS.

    Nach seinem Studium der Germanistik, Theatergeschichte und Volkskunde verfasste er seit 1968 als Drehbuchautor zahlreiche Fernsehspiele wie: »Qualverwandtschaften«, 1982, Regie: Ulrich Heisig. 1992 wurde er mit dem »deutschen Filmpreis« ausgezeichnet. Seit 1993 wurde er immer mehr zu einem Romanschriftsteller und fühlte sich nicht mehr so sehr von der Welt des Films angezogen, da die Filmbranche eine Trivialisierung und Verfälschung seines Buches: »Das versunkene Land« betrieben habe.

    Unter den weiteren Veröffentlichungen befanden sich auch Romane, Erzählungen und Theaterstücke: »Unter Brüdern« (1995), »Handwerken. Kleine Philosophie der Passionen« (1999), oder »Die Madonnina«, die Elke Heidenreich besonders bewunderte und die in Italien, dem Land seiner langen und häufigen Aufenthalte, spielt (2001). »Ich hatte mich jedenfalls sehr in diese Gegend verliebt und dort in dieser Gegend übrigens auch meinen einzigen Fernsehfilm selbst gedreht«. Er hieß »Da Capo«. Weitere Veröffentlichungen umfassen »Mutter und Sohn« (Erzählung, 2004), »Auf Amerika« (2012), »General Mutter« (2013), »Wir sind doch alle da« (2013) und »Warten auf Goebbels« (2017).

    Er hat sich immer sehr gesellig und aufgeschlossen gezeigt, indem er mit anderen Autorinnen und Autoren gemeinsam Bücher schrieb. Unter anderem mit Elke Heidenreich, seiner von ihm lange getrenntlebenden Frau: »Rudernde Hunde« (2002), und »Alte Liebe« (2009). Mit Reinhard Mey verfasste er »Was ich noch zu sagen hätte«, (2005), mit Dieter Hildebrandt »Ich musste immer lachen« (2006).

    Der Bundesvorstand des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller denkt an seinem Ehrentag an Bernd Schröder und gratuliert ihm sehr herzlich; begleitet von den guten Wünschen, dass er viel Zeit für seine Bücher und seine Hobbys haben möge, wie etwa das Handwerken und Reisen nach Italien.

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di
    Foto/Grafik: VS

    ... vom 3. Juni 2019
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