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    »Autorinnen und Autoren müssen gestärkt und geschützt werden!«

    »Autorinnen und Autoren müssen gestärkt und geschützt werden!«

    31.07.2020

    Der VS fordert mit einer Stellungnahme gegenüber dem Justizministerium gesetzliche Verbesserungen für Urheberinnen und Urheber und deren Verbände 

    Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di fordert, Autorinnen und Autoren als Urheberinnen/Urheber des Kulturguts Buch in ihren Rechten und damit Einkommenssituationen langfristig zu stärken. In der aktuellen Situation der Corona-Pandemie hat sich noch einmal deutlicher gezeigt, wie nur wenige professionelle Autorinnen und Autoren wirtschaftlich in der Lage sind, Rücklagen fürs Alter oder schlechte Zeiten zu bilden.

    »Unsere Texte werden gelesen, gehört und verfilmt. Urheberinnen und Urheber müssen an jedem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Werke partizipieren. Das gilt auch für Umsätze, die mit der Verfügbarkeit ihrer Werke auf Online-Diensten erzielt werden. Hier haben sich ungesunde Strukturen etabliert; die Gesetzgeberin muss umsteuern. Es muss sich etwas ändern,« fordert Lena Falkenhagen, Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di). »Wir verbitten uns dabei jeglichen Bereich von vergütungsfreien Nutzungen auf Inhalteplattformen im Sinne der DSM-RL. Deren Geschäftsmodelle sind immer werbefinanziert, jeder Klick und jeder Inhalteabruf vergrößern den Profit. Wir fordern einen fairen Anteil für die Urheberinnen und Urheber, deren Werke die Verbraucherinnen/Verbrauchern auf die Plattformen locken«, erläutert Falkenhagen.

    Als dringend notwendig sieht der VS weitere Stärkungen der vertraglichen Position der einzelnen Autorinnen oder Autoren. Um die Durchsetzung der Rechte zu fördern, wird gefordert, dass die Verbände und Gewerkschaften von Urheberinnen und Urhebern so gestärkt werden, dass sie die Branchenstandards über kollektive Verhandlungen wirksam mitgestalten können. 

    Weiter schließt sich der VS der Forderung der Initiative Urheberrecht nach einer wirksamen Verbandsklage an: »Der Gesetzgeber muss ermöglichen, dass Urheberinnen-/Urheberverbände Verlage und andere Verwerter wirksam zur Rechenschaft ziehen können, die die Rechte der Urheberinnen oder Urheber planmäßig unterlaufen. Verbände müssen sich schützend vor die eigenen Mitglieder stellen können und dürfen. Einzelne haben Angst davor, als schwierig zu gelten, und schrecken vor der Geltendmachung bestehender Rechte zurück«, so Falkenhagen.

    Pressekontakt

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    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org