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    Erste VS-Onlesung auf twitch vor internationalem Publikum

    Erste VS-Onlesung auf twitch vor internationalem Publikum

    12.01.2021

    Am 7. Januar 2021 startete die erste VS-Onlesung
    mit internationalem Publikum auf der Streaming-Plattform twitch.

    Es lasen die Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie, die Lyrikerin Safiye Can und der Krimi- und Thrillerautor Mario Giordano. In der anschließenden Diskussion wurde das Thema »Digitale Lesungen im Kreuzverhör – wie verändert Zoom Lesungen?« mit der Bundesvorsitzenden des Verbands, Lena Falkenhagen, kritisch hinterfragt.

    »Stellen Sie sich vor, es ist Corona und keiner geht hin – zu den Kulturveranstaltungen«, begann Lena Falkenhagen die erste digitale Lesung des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di).

    Die digitale Veranstaltung fand vor einem begeisterten internationalen Publikum statt und warf interessante Fragen über die Wirksamkeit von digitalen Kulturveranstaltungen auf. »Die Atmosphäre ist bei Live-Lesungen natürlich viel dichter, aber es ist wunderbar, auf diesem Weg noch Kultur erleben zu können – vielen Dank für diese großartige Kombination!«, schrieb eine Nutzerin im Chat.

    Kirsten Boie sagte zu Online-Lesungen: »Sie ermöglichen das Lesen über die Grenzen hinaus und mit ungeahnter Reichweite« und seien in Zeiten der Corona-Pandemie bei allen Einschränkungen ein »Riesenglück«. Die Lyrikerin Safiye Can sagte: »Wir stellen uns das Publikum einfach vor«.

    Der Krimi- und Thrillerautor Mario Giordano nannte Lesungen insgesamt mehr als die »Cocktailkirsche auf der Torte«, sondern existenziell für die Einkommenssituation von Autorinnen und Autoren. Besonders für Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren seien Lesungen immer Teil einer Mischkalkulation. Giordano forderte »einen Paradigmenwechsel im Verhältnis zu den Verlagen«.

    »Viele Menschen im Homeoffice und in Kurzarbeit nutzten im ersten „Lockdown“ die kulturellen Angebote im Internet. Es gab sogar Aufrufe aus kommunalen Verwaltungen, die Menschen in ihren Wohnzimmern zu beschäftigen. Die wenigsten Nutzerinnen und Nutzer wissen aber, dass diese Lesungen in der Regel unbezahlt sind«, sagt Lena Falkenhagen. »Auch digitale Lesungen sind Arbeit für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sie kosten Zeit, Vorbereitung, Techniktests. Daher bezahlt der VS die Lesungen im Netz und die Weiterverwendung der Videos z.B. auf YouTube angemessen.«

    »Im August stand bereits die zweite Welle am Horizont und ich wusste: krisensicher funktioniert eine solche Veranstaltungsreihe bis auf absehbare Zeit erst einmal nur digital«, erläutert Lena Falkenhagen. »Wir möchten die Brücke schlagen helfen, die die Pandemie niedergebrannt hat, um Sichtbarkeit für Bücher herzustellen. Das unsichtbare Programm 2019/2020/2021 muss sich einer Öffentlichkeit präsentieren können.«

    Die Lesungsreihe wird im ersten halben Jahr 2021 wöchentlich donnerstags um 20:15 Uhr live stattfinden. Sie wurde mithilfe des im Sommer von der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, über den Deutschen Literaturfonds eingerichteten Fördertopfes »Neustart Kultur« entworfen, um die Kultur zu stützen und das Stattfinden von Kultur wieder anzuregen.

    Zur zweiten VS-Onlesung am 14. Januar 2021 sind die Autorinnen Zoë Beck, Isa Theobald und der Autor Leonard F. Seidl geladen.
    Die anschließende Diskussion hat das Thema: »Der Zauber des Neuen – wie innovationsfreudig ist die deutsche Buchbranche?«

    Die Lesung ist dauerhaft auf der Homepage des VS zu finden:
    https://vs.verdi.de/projekte/vs-lesungen-auf-twitch.

    Bis zum 20. Januar 2021 steht das Video mit Chat noch auf Twitch:
    https://www.twitch.tv/vsschriftstellerverband.

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di
    © VS

    ... vom 12. Januar 2021
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