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    NRW: ver.di kritisiert Streichung

    NRW: ver.di kritisiert Streichung

    27.01.2021

    Die Landesregierung wird heute (27. Januar 2021) einen Gesetzentwurf zu Änderungen des WDR Gesetzes ins Parlament einbringen. So sollen im Rundfunkrat des WDR die Sitze des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller NRW (VS) und der Fachgruppe Medien (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Betriebsverband NRW) gestrichen werden. ver.di NRW kritisiert die geplante Streichung.

    Christof Büttner, Fachbereichsleiter Medien NRW, erklärte: »Mit der Fachgruppe Medien und dem VS NRW sind ausgewiesene Fachleute im Rundfunkrat vertreten. Sie decken in Bezug auf die gesetzlichen Aufgaben des WDR Rundfunkrates unterschiedliche Themenbereiche ab, die für die Aufsicht unerlässlich sind. An dieser Expertise geht aus unserer Sicht kein Weg vorbei, weshalb wir uns für den Erhalt der Sitze einsetzen werden.«

    Heribert Stratmann führt für die Fachgruppe Medien aus: »Wenn die Aufsicht über den WDR funktionieren soll, muss jemand vertreten sein, der die technische Seite eines Senders und die Branchenbesonderheiten versteht.«

    Die Vertreterin des VS NRW hingegen setzt sich insbesondere für Kultur, Literatur und Bildung ein. Deshalb ergänzte die Vorsitzende Sabine Lipan: »Dass der Sitz des VS NRW im Rundfunkrat nach über 40 Jahren gestrichen werden soll und damit literarische Kultur und Bildung kaum mehr eine sachkundige Vertretung im Rundfunkrat haben, und das zu einem Zeitpunkt, in dem im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gerade der Kulturbereich massiv umgestaltet wird, ist absolut nicht akzeptabel.«
    Die tägliche Buchrezension der Sendung »Mosaik« im WDR 3 soll ab März gestrichen werden. Auch WDR 5 hat bereits literarische Sendezeit eingebüßt. Umso wichtiger sei es, den VS NRW im Aufsichtsratsgremium des WDR zu stärken, statt ihn abzuschaffen.

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    zur Pressemeldung der ver.di NRW vom 27. Januar 2021.