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    Buchpreisbindung schützt vor Monopolen

    Buchpreisbindung schützt vor Monopolen

    13.12.2018

    Der VS in ver.di fordert:
    Das Kulturgut Buch darf nicht allein den Marktkräften überlassen bleiben. Der Staat hat das Recht und die Pflicht, in den Kulturmarkt einzugreifen, um die freie Weiterentwicklung der Gesellschaft zu sichern.

    Am Freitag den 14. Dezember 2018 steht das Thema Buchpreisbindung auf der Tagesordnung des Bundestages. Anlass ist die Empfehlung der Monopolkommission, die Buchpreisbindung abzuschaffen.

    Mit dieser Empfehlung befindet sich die Monopolkommission aber auf dem Holzweg. »Es mag ja richtig sein, wie die Kommission meint, dass sich das »Marktumfeld ändert«. Von einem »unverfälschten Wettbewerb« aber kann schon lange keine Rede mehr sein. Immer stärker treten fatale Tendenzen in Richtung einer Monopolisierung des Buchmarkts hervor, die den Literaturbetrieb in seiner jetzigen Form in Frage stellen. Internationale Internetkonzerne nehmen unzulässigen Einfluss auf unsere gesellschaftlichen Narrative. »Wenn die Kreativität nur noch Teil eines herrschenden Geschäftsmodells ist, verliert sie ihre Kraft als Zukunftsressource«, so die Bundesvorsitzende des VS, Eva Leipprand.

    »Bücher sind nicht nur Ware, sondern Kulturgüter und damit Träger von Werten und Sinn«, betont die VS-Vorsitzende Eva Leipprand. Literarische Texte werden vom Staat geschützt, weil die Gesellschaft eine Vielfalt an Narrativen braucht. Sie halten die kulturelle Evolution in Gang, indem sie überkommene Mythen und Symbole hinterfragen und neue schaffen. Die 2005 verabschiedete »UNESCO-Konvention über den Schutz und die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen« definiert das Schutzziel Kulturgut sehr klar und völkerrechtlich bindend. Sie schreibt den Doppelcharakter von Kulturgütern fest und sieht in der Vielfalt der Kulturen eine unverzichtbare Ressource für die Zukunft der Menschheit. Der Staat hat somit das Recht und die Pflicht, in den Kulturmarkt einzugreifen, um die freie Weiterentwicklung der Gesellschaft zu sichern.

    Aus gutem Grund wurde deshalb im Jahr 2016 die Buchpreisbindung auch auf e-Books ausgedehnt, um eine Unterhöhlung des Buchmarktes durch Konzerne außerhalb der BRD zu unterbinden. Der VS appelliert an die Abgeordneten des Bundestages, an der Buchpreisbindung festzuhalten, wie das auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist.

    Pressekontakt

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    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die Pressemeldung der VS ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di
    Foto/Grafik: ver.di

    ... vom 13. Dezember 2018
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