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    Wir gratulieren Wolf Peter Schnetz!

    Wir gratulieren Wolf Peter Schnetz!

    26.09.2019

    Der Kultur-Ermöglicher wird 80 Jahre alt

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Bayern Brigitte Friedrich Wolf Peter Schnetz

    Wolf Peter Schnetz wurde am 27. September 1939 in Regensburg geboren und studierte Germanistik, Anglistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Erlangen Mainz und München. 1967 wurde er mit einer Arbeit über Oskar Loerke, den Wegbereiter der Naturlyrik, promoviert.

    Sein Lebenswerk geht über die des Schriftstellers weit hinaus. Schnetz gründete 1963 die Junge Akademie München, die »Taschenzeitung« und die »Maistrassenpresse«, einen Kleinverlag, in dem die Erstveröffentlichungen u.a. von Karl Krolow, Günter Eich, Herbert Achternbusch, Angelika Mechtel und Uwe Herms erschienen. Oft übernahm er die Funktion eines Organisators, zunächst 1966 bei der 1. Tschechoslowakischen Woche in München; ein Jahr darauf war er im Organisationskomitee für die Olympischen Sommerspiele in München 1972 für Kultur zuständig; von 1968 bis 1973 war er Kulturdezernent in Regensburg, von 1973 bis 2000 in Erlangen. Das Festival junger Künstler in Bayreuth organisierte er erstmals 1966-67, und ab 1999 war er gelegentlich Dozent der Literaturwerkstatt. 2004 war er Beauftragter für die Bewerbung »Regensburg 2010« als Kulturhauptstadt Europas und gestaltete die Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir (Russland) mit.

    Wolf Peter Schnetz ist Mitglied im PEN und Ehrenvorsitzender des VS im Landesbezirk Bayern. Von Mai 1986 bis September 1987 war er Beisitzer im Bundesvorstand des VS. Schnetz hält Lesungen mit anderen Autorinnen und Autoren im VS wie zum Beispiel am 12. Mai 2015, als Texte zur Bücherverbrennung vorgetragen wurden und er aus »Die Pflasterkästen« von Alexander Walter Frey las. Oder am 26. Juni 2015 in Regensburg zum Thema »Nach der Poesie«.

    In seinem Artikel »Der Kultur-Ermöglicher wird 75« schreibt Harald Raab am 19. September 2014: »Wolf Peter Schnetz ist ein sensibler Lyriker und ein umtriebiger Motor für Kulturproduktion.« Schnetz habe sich nie als Verwalter verstanden, sondern als Ermöglicher, Motor der Kulturteilhabe im Sinne der von Hermann Glaser propagierten »Soziokultur«, Kultur für alle.

    Sein Lyrikband zum Geburtstag 2014 war »Nicht für die Ewigkeit«. Er veröffentlichte viele Gedichtbände, darunter »Täglich ein Wunder« (1999), »Das vergessene Meer« (2002), »Die Früchte des Regenbogenbaums« (2004) und die Nachdichtung »Lao Tse – Tao Te King« (2009). Außerdem übersetzte er Lyrik, u.a. von Habib Bektaş, Gábor Görgey und Francis Bebey.

    Aber Schnetz ist nicht ausschließlich Lyriker. Unter anderem veröffentlichte er den Roman »Vergiß die Stadt, den Fluß, die Steine« (1994) und die Erzählungen »Jugendsünden« (1996), »Tanzstunde« (1999), »Im Jahr der Sphinx – Rückkehr in die Stadt am Strom« (2003), »Parsifal« (2005).

    Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie dem Schwabinger Kunstpreis, der Hugo-Carl-Jüngst-Medaille für fortschrittliche Literatur Pro Cultura Hungarica, dem Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik, dem Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie dem Kulturpreis der Stadt Regensburg.

    Der Bundesvorstand des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller gratuliert Wolf Peter Schnetz sehr herzlich zum Geburtstag und wünscht ihm Gesundheit und viel Schaffenskraft für seine vielen gesellschaftlichen und privaten Ziele.

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Bayern
    Foto/Grafik: VS

    ... vom 26. September 2019
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