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    Komparatistik und Vielsprachigkeit

    Komparatistik und Vielsprachigkeit

    21.10.2020

    Dagmar Leupold wird 65 – Der VS gratuliert der Schriftstellerin und Übersetzerin

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Bayern Sami Khabib / C.H. Beck Verlag Dagmar Leupold

    In Niederlahnstein wurde Dagmar Leupold am 23. Oktober 1955 geboren, in Mainz machte sie 1974 ihr Abitur. Sie studierte in Marburg, Tübingen und New York Germanistik, Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft. 1980 legte sie ihr Staatsexamen in Germanistik und Philosophie ab. Anschließend arbeitete sie bis 1985 als Deutschlehrerin an Privatschulen in Florenz. Ihre andere signifikante Auslandserfahrung war New York, wo sie von 1985 bis 1990 als Stipendiatin (Stipendium des Doctoral Program of Comparative Literature der City University of New York) lebte und Dozentin am Queen's College war. Nach Lehraufträgen in Komparatistik an den Universitäten München und Bamberg promovierte sie 1993 in New York.

    In den 1980er Jahren begann sie aus dem Italienischen zu übersetzen Dagmar Leupold übersetzte Giorgio Agamben: »Idee der Prosa«, München 1987 (Zusammen mit Clemens-Carl Härle), Daniele Del Giudice: »Das Land vom Meer aus gesehen«, München 1986, und Cesare Pavese: »Sämtliche Gedichte«, Düsseldorf 1988. Aber mit den Jahren wurde sie immer mehr zu einer Romanautorin.

    In ihrem Roman »Die Helligkeit der Nacht«, 2009, erfand sie einen hypothetischen Briefwechsel zwischen Heinrich von Kleist und Ulrike Meinhof. Ebenfalls 2009 kam der Film »Zwischen heute und morgen« nach ihrem Werk »Eden Plaza« in die Kinos. Ihr Roman »Unter der Hand« wurde 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Mit dem Roman »Die Witwen« stand Dagmar Leupold auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016. Die neugierigen Leserinnen und Leser seien auf so schöne Titel wie »The oxymoron as generative model«, New York 1993, »Die Lust der Frauen auf Seite 13«, Gedichte, Frankfurt am Main 1994, »Destillate«, Frankfurt am Main 1996 und »Lavinia«, Salzburg 2019, hingewiesen.

    Ihr Komparatistik-Studium vermittelte ihr zweifellos eine sehr breite, alles vergleichende Sicht der Welt in ihren politischen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen. Viele ihrer Beiträge zu aktuellen Themen wie Corona oder dem Brexit kann man in www.literaturportal-bayern.de lesen.

    Dagmar Leupold engagierte sich immer wieder in zahlreichen Ämtern, im Deutschen Literaturfonds, im PEN, bei uns im Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller. 2013 kuratierte sie das Autoren-Forum beim Literaturfest München.

    Ausgezeichnet wurde sie verdientermaßen mit vielen Preisen: Aspekte-Literaturpreis 1992, Bayerischer Literaturförderpreis 1994, Martha-Saalfeld-Förderpreis 1995, Förderpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1995, Georg-K.-Glaser-Preis 2007, Nominierung Deutscher Buchpreis; Longlist 2013, Tukanpreis 2013, Longlist Deutscher Buchpreis 2016.

    Der Bundesvorstand des VS gratuliert mit den besten Wünschen für Gesundheit, Glück und weiterhin viel literarischen Erfolg.

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Bayern
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    ... vom 21. Oktober 2020
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