Pressemitteilungen

    Vom Wert der Erinnerungskultur

    Vom Wert der Erinnerungskultur

    13.06.2018

    Der VS gratuliert Aleida und Jan Assmann
    zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels

    Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller VS gratuliert Aleida und Jan Assmann zum Friedenspreis. »Das ist eine hervorragende Wahl in einer Zeit, in der der Kampf um die Deutung der deutschen Geschichte erneut voll entbrannt ist«, so die VS-Vorsitzende Eva Leipprand. Von den Preisträgern könne man lernen, dass das Erinnern keineswegs eine rückwärtsgewandte Einstellung sei, sondern Wege in die Zukunft öffne. Das heutige Wertesystem in unserem Land habe nur erfolgreich aus der schonungslosen Beschäftigung mit dem Holocaust entstehen können; nur so sei für uns der Weg zurück in die Staatengemeinschaft möglich gewesen.

    »Empathie, ein Schlüsselbegriff in Aleida Assmanns Werk, ist heute wichtiger denn je«, so die VS-Vorsitzende. Empathie in diesem Sinne sei die Fähigkeit, sich in die Schuhe des anderen zu stellen, ohne dabei seine eigene Kultur zu verlieren. »So werden Brücken möglich, die den Frieden stärken und vielleicht auch gemeinsames Überlebenshandeln der Menschheit möglich machen«, erklärt Eva Leipprand.

    »Die Analysen des Forscherpaares stellen die Rolle des kulturellen Gedächtnisses für die Gesellschaft in den Mittelpunkt«, die VS-Vorsitzende weiter. »Literarische Werke sind Träger des kulturellen Gedächtnisses. Das Kulturgut Buch bewahrt Wissen und Erfahrung der Menschheit und gibt die Möglichkeit, uns damit auseinanderzusetzen und neue Wege in die Zukunft zu finden.«

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    VS Fachgruppe Literatur der ver.di
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