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    Jutta Heinrich wird 80

    Jutta Heinrich wird 80

    04.04.2020

    Ihr Leben kreist um die Literatur

    Jutta Heinrich wurde am 4. April1940 in Berlin als Tochter eines Juristen und einer Kunstmalerin geboren. Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di) gratuliert der Schriftstellerin und als Initiatorin von Literatur- und Theaterprojekten zum runden Geburtstag.

    Nach der mittleren Reife arbeitete sie in mehreren Unternehmen, so dass die Arbeiterwelt der Industrie ihr von Jugend an bekannt war. Zeitweilig leitete sie die Furnier- und Sperrholzfabrik ihres Vaters. Sie wuchs in Bayern auf. Nach dem nachgeholten Abitur studierte sie ab 1972 Sozialpädagogik und ab 1975 Germanistik in Hamburg. Ab 1988 war sie Lehrbeauftragte an den Universitäten Bremen, Hamburg und Berlin. Seit 2004 machte sie auch Lehrtätigkeiten, u.a. war sie Leiterin eines interkulturellen Theaterprojekts in Augsburg und Gastprofessorin für szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin.

    Jutta Heinrich ist Autorin von Romanen, Theaterstücken, Essays, Erzählungen und Kabarett-Texten. 1998 gewann sie den Würzburger Literaturpreis, am 12. November 2017 wurde ihr von Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda im Literaturhaus die Biermann-Ratjen-Medaille verliehen (www.vshamburg.de). Aus diesem Anlass sagte Brosda: »Jutta Heinrich hat mit ihrer Literatur den feministischen Diskurs vorangetrieben. Ihr Hauptwerk ‚Das Geschlecht der Gedanken‘ ist ein hoch moderner Text, der an Aktualität nicht verliert. In den vergangenen Jahren hat sich Jutta Heinrich vor allem um die Literaturvermittlung verdient gemacht, unter anderem mit dem von ihr 2009 ins Leben gerufenen Schulschreibprojekt ‚LIT. Junge Köpfe, im Literaturzentrum‘. Jutta Heinrich lehrt Jungen und Mädchen in allen Teilen der Stadt die Schönheit der Literatur und die Kraft der Worte. Dafür gebührt ihr unser Respekt und Dank.«

    Ihre Werke: »Mit meinem Mörder Zeit bin ich allein«, München 1981, »Alles ist Körper«, Frankfurt am Main 1991 und das in mehrere Sprachen übersetzte und von Wolfgang Emck verfilmte Buch »Das Geschlecht der Gedanken«, München 1977, wurden 2015 bei S. Fischer neu aufgelegt. Weitere Veröffentlichungen waren: »Unterwegs«, Berlin 1978, »Eingegangen«, Berlin 1987, »Männerdämmerung«, Köln 1989, der Essayband, »Im Revier der Worte«, Frankfurt am Main 1994, »Sturm und Zwang«, Hamburg 1995 (zusammen mit Elfriede Jelinek und Adolf Ernst-Meyer), »Unheimliche Reise«, Hamburg 1998.

    Der Bundesvorstand des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller gratuliert der geschätzten Kollegin auf das Herzlichste zu ihrem Geburtstag. Die Liebe zur Literatur und zum Theater, zur Kunst im Allgemeinen, verbindet uns alle miteinander.

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Hamburg
    © VS

    ... vom 4. April 2020
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