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    »Untertreibung kreiert viel bessere Effekte als das Pathos«

    »Untertreibung kreiert viel bessere Effekte als das Pathos«

    04.09.2019

    Der Schriftsteller Klaus Martens feiert
    am 7. September 2019 seinen 75. Geburtstag.

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Saarland privat Klaus Martens

    Der Bundesvorstand des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller gratuliert dem Kollegen Klaus Martens herzlich zum
    75. Geburtstag sowie zum 25jährigen Jubiläum im VS – er trat dem Verband 1994 bei.

    Von Martens‘ Zitat aus einem Radiobeitrag von SWR 2 am 12. April 2018 ausgehend, in dem er eine »alltägliche« gegen eine zu »gestelzte« Sprache favorisiert, wollen wir hier in dieser Würdigung seiner Person nicht übertreiben und durchaus angemessen und Zeitgemäß bleiben. Trotzdem ist sein Leben eine Fundgrube von interessanten Phänomenen, die den Beobachter beinahe sprachlos vor Bewunderung machen und zum wohlverdienten Lob seiner Lyrik sowie seiner literaturwissenschaftlichen Arbeiten und Übersetzungen bewegen.

    Geboren wurde er 1944 in Kirchdorf/Niedersachsen. Er besuchte das Gymnasium in Bremen, studierte Anglistik und Germanistik in Göttingen, wo er nach langen Forschungsaufenthalten in den USA 1979 promovierte und 1984 habilitierte. Er nahm Lehraufträge an den Universitäten Göttingen, Münster und Kassel wahr und vertrat einen Lehrstuhl in Saarbrücken. Gleichzeitig arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Mitbegründer und Teilprojektleiter des Göttinger Sonderforschungsbereichs 309 »Die literarische Übersetzung«. 1989 wurde er in Göttingen zum außerplanmäßigen Professor ernannt und war von 1990 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Nordamerikanische Literatur und Kultur sowie Gründer und Leiter des Kanadazentrums (CCAC) an der Universität des Saarlandes. Er lebt in Saarbrücken und im schwedischen Urshult.

    Klaus Martens schreibt und veröffentlicht seit Mitte der 1960er Jahre Gedichte, bisher in ca. 16 Lyrikbänden. Er ist der Übersetzer bedeutender englischsprachiger Lyrikerinnen und Lyriker wie Elisabeth Bishop, Thomas Lux, Wallace Stevens, Dylan Thomas und des karibischen Nobelpreisträgers Derek Walcott. Er ist Mitglied u.a. im PEN, der Autorenvereinigung Die Kogge, sowie in der Gesellschaft für Kanadastudien.

    Seit seinem 70. Geburtstag gab es weiterhin viele Aktivitäten in seinem literarischen Schaffen. Von Juni bis September 2014 wurde vom Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass aus Anlass seines 70. Jahrestags eine Ausstellung seiner lyrischen Werke, Übersetzungen und Manuskripte veranstaltet. Im März 2014 unternahm er auf Einladung mehrerer amerikanischer Lyriker und Akademiker eine Lesereise in die USA, auf der er meistens aus seinem Lyrikband »Restatement of Dreams« vortrug.

    Die Webseite fixPoetry.com brachte im September 2014, ebenfalls zu seinem 70. Geburtstag, ein Porträt Martens mit mehreren Beiträgen. Im Februar 2014 widmete ihm die Zeitschrift »Bawülon« (Ludwigsburg) zu seinem bevorstehenden Jubiläum mehrere Beiträge von verschiedenen Autorinnen und Autoren, eine Auswahl seiner Gedichte, und er wurde nach dem Schöpfungsprozess seiner Lyrik gefragt. »Wie ich dazu kam und Wie sich mein Schreiben entwickelte«, »Klaus Martens antwortet, Christoph Schreiner fragt«.

    Martens las im Oktober 2014 und 2015 auf der Frankfurter und im März 2015 auf der Leipziger Buchmesse bei verschiedenen Gelegenheiten aus seinen neuen Büchern, nahm an Foren teil und moderierte Lesungen anderer.

    Veröffentlichungen dieser Zeit umfassen unter anderem im Jahr 2018 den Lyrikband »Stillwasser«, im Jahre 2017 »Farbe der Amsel«, 2016 »Muschuschu: Einige Gedichte«, das fünf Farbtafeln seiner Frau, der Keramik-Bildhauerin Eva Wieting, enthält, sowie »Atemholen. Neue und ältere Gedichte 1984-2015«, »Anderswo, nicht hier« (2015) und im Jahr 2014 »A Restatement of Dreams«.

    Wir vom Bundesvorstand des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller gratulieren Klaus Martens zu seinem Geburtstag und Verbandsjubliäum und wünschen ihm sehr herzlich, dass die nächsten Jahre sich so reich an Anregungen und Inspirationen gestalten mögen, wie die fünf vorangegangenen.

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Pressemeldung ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di Saarland
    Foto/Grafik: VS

    ... vom 4. September 2019
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