Pressemitteilungen

    Regine Möbius erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande

    Regine Möbius erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande

    06.03.2020

    Regine Möbius, ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (1997-2019), wird am Freitag, den 6. März 2020, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

    Aus diesem Anlass würdigt der Bundesvorstand ihre umfangreichen Aktivitäten als Autorin, Kulturpolitikerin und Literaturvermittlerin.

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di DKR Regine Möbius

    Regine Möbius wurde 1943 in Chemnitz geboren. Sie studierte an der Ingenieurschule Köthen chemische Verfahrenstechnik und später in Leipzig am Institut für Literatur Johannes R. Becher. Neben ihrer literarischen Laufbahn arbeitete sie als Korrespondentin des Börsenblatts für den deutschen Buchhandel und als Dozentin.

    Im Rahmen ihres Engagements für die beruflichen Belange von Autorinnen und Autoren übernahm sie viele Tätigkeitsbereiche. 1994 wurde sie VS-Landesvorsitzende in Sachsen. Im Bundesvorstand hatte sie zahlreiche Aufgabengebiete: Inhaltliche und organisatorische Präsenz auf den Buchmessen, Erarbeitung und Leitung regionaler und überregionaler Literaturprojekte, Vertretung des Verbands im Bundesfachbereichsvorstand (FG8) von ver.di, Vertretung des Verbands in der Deutschen Literaturkonferenz, Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, in besonderer Weise der Sächsischen Akademie der Künste und den Kirchen, Mitglied des künstlerischen Beirates der Zeitschrift »Kunst & Kultur«.

    Von 2011 bis 2017 war Regine Möbius Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrats. Sie leitete sieben Mal das Festival »Leipziger Literarischer Herbst«. Seit 2014 ist sie Mitglied des Arbeitskreises gesellschaftliche Gruppen der Stiftung »Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland«, zu dessen Vorsitzende sie 2018 gewählt wurde.

    Vor allem aber ist sie in erster Linie Schriftstellerin und Herausgeberin. In »Autoren in den neuen Bundesländern« (Leipzig 1995) porträtiert sie einige ihrer Schriftstellerkolleginnen und -kollegen.
    In »Auf dem endlosen Weg zum Hause des Nachbarn« (Göttingen 2000) erscheinen Beiträge zu verschiedenen literaturpolitischen Themen beim 14. VS-Kongress in Chemnitz 1997.
    In »Panzer gegen die Freiheit« (Leipzig 2003) kommen Zeitzeuginnen und Zeitzeugendes 17. Juni 1953zu Wort.
    Weitere Werke sind u.a. »Wortmacht und Machtwort – der politische Loest«, Leipzig 2009, »Die Wende begann am Balaton«, Leipzig 2010, »Das halbvolle Glas. Erich Loest Lesebuch«, Leipzig, London 2012 oder »meerzugewandt«, Gedichte, Leipzig, London 2013.

    Als Regine Möbius vor zwei Jahren 75 wurde, bedeutete dies keinen Rückzug ins Private. Sie gab zwar ihr Amt im VS-Bundesvorstand und im Kulturrat ab, aber sie denkt gar nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen. Seit 30 Jahren leitet sie eine Schreibwerkstatt. Sie ist auch Vorsitzende im Arbeitskreis Gesellschaftliche Gruppen der Stiftung »Haus der Geschichte«. Die Veranstaltungsreihe »Buchmesse schmeckt« wird fortgesetzt und ihr Buch »Wortmacht und Machtwort – der politische Loest« will sie erweitern.

    Das Jahr 2020 bringt ihr mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ein würdiges Zeichen der Wertschätzung.

    Liebe Regine, du hast die Schriftstellerinnen/Schriftsteller und die Kultur in Deutschland stets mit Charme und Nachdruck vertreten. Der neue Bundesvortand des VS in ver.di spricht dir großen Dank und ganz herzliche Glückwünsche zu dieser wohlverdienten Ehrung aus.

    Pressekontakt

      Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Valentin Döring • +49.30.6956-2327 • info@schriftstellerverband.org

    Die VS-Medieninformation ...

    VS Fachgruppe Literatur der ver.di
    Foto/Grafik: VS

    ... vom 6. März 2020
    kann als pdf-Datei hier geladen werden: