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Zur Entwicklung des VS

Bis weit in die sechziger Jahre hinein prägte der "arme Poet" das Literatenbild in der Öffentlichkeit: Kunst ist Berufung. Kunst fragt nicht nach Geld. Und schon gar nicht nach Rente. Eventuelle Zweifel räumten die Tantiemen weniger Bestsellerautorinnen/-autoren aus, die die Boulevardpresse andächtig nachzählte.

Erst mit der Gründung des VS begann sich das öffentliche Verständnis zu wandeln. Seither konnten mit Unterstützung der Gewerkschaft (IG Medien, ver.di) einige entscheidende Verbesserungen für die soziale Lage der Autorinnen und Autoren durchgesetzt werden: Der VS trug maßgeblich zum Zustandekommen des Künstlersozialversicherungsgesetzes bei, das die gesetzliche Sozialversicherung für Künstlerinnen/Künstler und Publizistinnen/Publizisten öffnete.
Die Verlage zahlen dabei einen "Arbeitgeberanteil" zur Kranken- und Rentenversicherung ihrer Autoren.

Der VS war entscheidend an der Gründung des Deutschen Literaturfonds beteiligt, der wichtigsten Institution zur Vergabe von Literatur-Stipendien und -Projektmitteln.

Der VS half maßgeblich mit, daß Autorinnen und Autoren über die Verwertungsgesellschaft WORT Vergütungen für die weitere Nutzung ihrer Werke erhalten. Ausführliche Informationen über die Leistungen der VG WORT: http://www.vgwort.de/

Mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels schloß der VS "Normverträge" ab, die die Rechtsstellung von Autorinnen und Übersetzern gegenüber den Verlagen erstmals normierten und dadurch erheblich verbesserten.

Mit Wirkung vom 1. Juli 2005 hat der VS mit den Verlagen Kunstmann GmbH, Rowohlt Verlag GmbH, Fischer Verlag GmbH und der Verlagsgruppe Random House GmbH "Gemeinsame Vergütungsregeln für Autoren belletristischer Werke in deutscher Sprache" nach dem seit Juli 2002 geltenden Urhebervertragsrecht  abgeschlossen.

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