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    Spiegelungen-Literaturpreis für Lyrik

    Spiegelungen-Literaturpreis für Lyrik

    Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte an der LMU München (IKGS) schreibt für das Jahr 2017 den ersten Spiegelungen-Literaturpreis für Lyrik aus. Neben einem mit 1.500 Euro dotierten Hauptpreis wird ein Publikumspreis in Höhe von 750 Euro ausgelobt.

    Pro Einsendung können maximal fünf bislang unveröffentlichte (gilt für Print und Online) deutschsprachige Gedichte eingereicht werden. Eine Kurzvita ist beizufügen.

    Der Wunsch einer Teilnahme am Publikumspreis muss ausdrücklich benannt werden. Die eingereichten Texte werden zugunsten einer Publikumsabstimmung online und/oder gedruckt veröffentlicht.

    Die Spiegelungen – Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas beschäftigen sich in wissenschaftlichen, feuilletonistischen und literarischen Beiträgen mit dem Donau-Karpaten-Raum und dessen Wechselwirkungen mit deutschen bzw. mitteleuropäischen Kultureinflüssen, besonders in historischer, sprachlicher und kultureller Hinsicht. Der Abbildung deutschsprachiger Literatur dieses Raumes oder jener Literatur, die sich diesem Kosmos thematisch zuwendet, kommt seit vielen Jahren ein besonderes Interesse zu, greift sie doch der wissenschaftlichen Analyse nicht selten voraus, hinterfragt oder zeigt sich als Sprachzeugnis einer Zeitspanne, einer bestimmten Alltagswelt oder gar einer Kunstepoche. Gerade die Lyrik in ihrem eigenwilligen Form- und Konventionsverhalten hat in vielen Ländern Mittel- und Südosteuropas mit ihrem besonderen Blick auf die Welt Grenzen vorab getestet und verschoben. Manchmal war sie ideologisch motiviert, war zweckorientiert angepasst oder wurde von Machthabern instrumentalisiert. Oft aber war die lyrische Sprache, mit all ihren spezifischen Codes, Idiomen und Formversuchen schlicht Testballon der Freiheit und des offenen Diskurses.

    Viele Beiträge in den Spiegelungen, auch die literarischen, thematisieren Migrations- und Umbruchstopoi, Grenz- und Zeitverschiebungen. Die Ausschreibenden möchten keine thematischen Vorgaben machen, wünschen sich aber lyrische Spiegelungen und Querverbindungen – ob bio-, topo- oder orthografisch motiviert – zum Donau-Karpaten-Raum oder allgemeiner: dem Ineinanderwirken verschiedener kultureller Traditionen.

    Schließlich: Das Gedicht als Ort des Kultur- und Traditionsbewusstseins, der Gedankenfreiheit, der kühnen Assoziation und des Experiments soll hochgehalten werden!

    Einsendeschluss: 15. Februar 2017

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    Weitere Informationen
    in der Ausschreibung, die als pdf-Datei hier geladen werden kann.