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    2011: Literatur und Politik

    2011: Literatur und Politik

    »Frauen sind dazu berufen, Utopien
    bewohnbar zu machen« (Ingeborg Drewitz)

    Frauenbilder in Kunst und Literatur

       Tagung
       17. – 19. Juni 2011
       im ver.di Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg, Berlin

    Auf dieser Tagung werden künstlerische Ideale der neuen Frau, einer ›fortschrittlichen, emanzipierten, vorwärtsweisenden, voranschreitenden‹ Frau in der Literatur wie den bildenden Künsten dargestellt und diskutiert. Wer erinnert sich nicht an das berühmte Gemälde von Delacroix »Die Freiheit führt das Volk«.

    Dazu werden verschiedene Zugänge gewählt:

    • Die Darstellung einzelner – fiktiver wie historischer – Frauen im Roman und im Drama, einerseits aus der Feder von Autorinnen, andererseits aus der Feder von Autoren.
    • Die Darstellung von Gruppen oder Typen von Frauen sowie von Frauen in bestimmten Berufen; z. B. die Verfolgung der modernen Frau als ›Hexe‹.
    • Frauenbiographien (durch Frauen und Männer) und Selbstporträts von Frauen.

    Wir wollen uns auf ein Feld begeben, auf dem Politik sich entscheidend vorbereitet hat und vorbereitet. Denn der geschichtlichen Entwicklung greifen oft die Künste vor; sie nehmen wichtige Züge von jener vorweg. Künstler und Künstlerinnen schaffen ›personale Utopien‹, Entwürfe einer erneuerten Menschheit, eines neuen Menschen, der Frau und des Mannes.

    Diese Thematik des »fortschrittlichen Frauenbildes« ist im Jahr 2011, in dem sich die Einführung des Internationalen Frauentags zum 100. Male jährt, aktueller denn je.

    Referate und Diskussion

    »Ich bin so frei geboren als ein Mann« – Fortschrittliche Frauenbilder in der Dichtung und bildenden Kunst
    Einführung,
    Dr. Wolfgang Beutin, Privatdozent Universität Bremen

    Das Portrait von Friederike Caroline Neuber im Roman »Die Prinzipalin« von Angelika Mechtel
    Referat und Diskussion
    Prof. Dr. Grazyna Barbara Szewczyk, Katowice

    Dorothee Sölle – Poetin, Pazifistin, Provokateurin und ihre Deutung von Frauenmystik als Widerstand
    Dr. Christian Bunners, Theologe, Berlin

    Beethovens Leonore
    Prof. Dr. Jost Hermand, Universitäten Madison / Wisconsin und Berlin

    Workshops

    • Frauenbilder in den bildenden Künsten
      Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel, Technische Universität Braunschweig
        
    • Ironie als Prinzip – die Schriftstellerin, Publizistin und Polemikerin Hedwig Dohm (1831 –1919)
      Dr. Isabel Rohner, Literaturwissenschaftlerin, Hagen
        
    • »Gleichheit ist allein das feste Band der Liebe« – Lessings Minna von Barnhelm im Ensemble der Mitwirkenden
      Olaf Walther, Publizist, Hamburg
        
    • »Wenn du mich lieben willst …« – lateinamerikanische Autorinnen und Künstlerinnen zwischen Feminismo und Machismo
      Claudia Wörmann-Adam, Vorsitzende des ver.di-Bundesfachbereichsvorstands Besondere Dienstleistungen, Köln
        
    • »Das Unmögliche bleibt Vorstellung – das Mögliche wird Entschluss«. Selbst- und Weltentwürfe von Frauen im Brief der klassisch-romantischen Zeit
      Dr. Renata Dampc-Jarosz, Katowice
      „… dass du so warst wie ich zu sein versuche“ – Frauen im epischen Werk von Ingeborg Drewitz
      Heinrich Bleicher-Nagelsmann, ver.di-Bereichsleiter Kunst und Kultur, Berlin
        
    • Frauenschicksale in den phantastischen Erzählungen von Barbara Neuwirth
      Dr. Nina Nowara, Katowice
      Selbstentwurf einer politischen Frau: Malwida von Meysenbugs Memoiren
      Heidi Beutin, freie Wissenschaftspublizistin, Stormarn
        
    • »Die Sehnsucht des Menschen, ein wirklicher Mensch zu werden«, Karola Bloch – Architektin, Sozialistin, Freundin
      Welf Schröter, Publizist und Verleger, Mössingen-Talheim
      Zwischen Surrealismus und Selbstkonzept – Frauenbilder von Künstlerinnen im Paris der Zwischenkriegszeit
      Dr. habil Gerhard Wagner, Wissenschaftspublizist und -lektor, Berlin
    • Das Weib als Hexe – Karl Kraus über Tendenzen der Frauendarstellung in der Presse
      Dr. Wolfgang Beutin, Privatdozent Universität Bremen
      Virginia Woolfs Frauendarstellung
      Dr. Johann Dvořák, Universitätsdozent, Wien

    An den Abenden ...

    »… und das Schiff mit acht Segeln«
    Die Frauen in den Theaterstücken von Bertolt Brecht
    Musikalisch-literarische Revue mit Anna Haentjens, Gesang/ Rezitation | Siegfried Gerlich, Klavier
    17. Juni 2011, 19:00 Uhr

    »Aber – ich soll ein wahres Weib sein?!«
    Hedwig Dohm (1831 – 1919)
    in Szene gesetzt mit Nikola Müller, Isabel Rohner und Gerd Buurmann
    18. Juni 2011, 19:30 Uhr
    (Weitere Einzelheiten in der pdf-Datei unten)

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    Alle weiteren Einzelheiten im Programm, das als pdf-Datei hier geladen werden kann.
    Weitere Einzelheiten zur Abendveranstaltung am 18. Juni ebenfalls in der hier eingestellten pdf-Datei.