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    Stimmen gegen Rechts | Sachsen-Anhalt

    Stimmen gegen Rechts | Sachsen-Anhalt

    Magdeburg

    Am 15. Januar 2015 begann in Sachsen-Anhalt eine Lesereihe zur Kampagne »Stimmen gegen Rechts«. Als der VS Sachsen-Anhalt die Reihe planten, gab es die Pegida-Demonstrationen noch nicht und die Anschläge in Paris mit ihren Folgen waren noch nicht geschehen. Der Tag wurde gewählt, um im Vorfeld des Naziaufmarsches anlässlich der Zerstörung Magdeburgs vor 70 Jahren ein Zeichen dagegen zu setzen.
    Angesichts der aktuellen Ereignisse hat Renate Sattler, VS-Landesvorsitzende Sachsen-Anhalt, diese in ihrer Ansprache zur Eröffnung eingebunden.

    Die Magdeburger Autorin Birgit Herkula stellte gemeinsam mit ihren Kollegen Siegfried Maas und Ludwig Schumann unter der Überschrift »Niemand ist auferstanden« aktuelle Arbeiten vor, um rechtsextremem Gedankengut mit literarischen Mitteln entgegenzutreten. Die Sängerin und Gitarristin Frauke Sonnenburg begleitet die Etappen der Lesung mit jüdischen Liedern.

    Die Pressemitteilung der Stadt Magdeburg und die Ansprache der VS-Landesvorsitzenden, die als pdf-Datei beigefügt sind, sowie einige Fotos dokumentieren die Veranstaltung.

    Halberstadt

    Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Faschismus fand am 27. Januar 2015 in der Synagoge zu Halberstadt die zweite Lesung in dieser Reihe statt. Renate Sattler las aus ihrem Romanmanuskript »Risse im Gesicht« die Auszüge, die aus der Sicht der Nachgeborenen das Erleben des KZ-Außenlagers Langenstein-Zwieberge widerspiegeln und was der Krieg aus den Menschen gemacht hat und wie er in die Generation der Anfang der 60er Jahre Geborenen hineinreicht.

    In den Gesichtern der Zuhörer stand tiefe Betroffenheit. Es gab danach ein langes Gespräch über die Kultur des Erinnerns und der Aufklärungsarbeit mit Schülern. Der Rahmen und die Atmosphäre waren nicht angetan, um zu fotografieren.