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    Den Anfängen wehren – der Diskussion nicht ausweichen!

    Den Anfängen wehren – der Diskussion nicht ausweichen!

    Der Vorstand des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin möchte allen Frauen, die in Deutschland – u.a. auch in Berlin – sexuell bedrängt, angefasst, bestohlen und verfolgt und vergewaltigt worden sind, seine Anteilnahme ausdrücken. Die Silvesternacht zeigte uns allen eine bedrohliche Eskalation. Diese Taten bedürfen der Aufklärung, unabhängig von Herkunft oder Hintergrund der Täter.  

    Wir unterstützen und verteidigen eine offene Gesellschaft, in der sexuelle Gewalt eine Straftat ist. Wer in Deutschland als Flüchtling oder Asylbewerber lebt, darf unsere Willkommenskultur und Gastfreundschaft nicht durch Rechtsbrüche missbrauchen.

    Wir verurteilen diese Taten männlicher Gewalt in Köln, Hamburg, Berlin, Bielefeld, Stuttgart und anderenorts aufs Schärfste – ebenso den anfänglichen Versuch, aus Angst vor Fremdenfeindlichkeit diese Vorkommnisse zu verharmlosen und zu vertuschen.

    Es ist legitim und notwendig, den Anfängen zu wehren. Wer sich dieser gesellschaftspolitischen Diskussion verschließt, der überlässt Radikalen, Rechten und Demagogen kampflos das Feld. Deshalb fordern wir unverzügliches Handeln seitens der Politik.

    Die Erklärung wurde einstimmig, also von allen Vorstandsmitgliedern des VS Berlin beschlossen.

    Auskünfte oder Rückfragen
    bitte an die Vorsitzende des VS Berlin richten.