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    Grenzwerte

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    VS-Projekt »Grenzwerte« | Antholoigie im sonderpunkt-Verlag | VS NRW sonderpunkt verlag Grenzwerte

    Einige Notizen zum »Grenzwerte«-Projekt des VS und zur Anthologie »Intercity München-Amsterdam. Niederländisch-deutsche Verbindungen«

    Intercity München-Amsterdam. Niederländisch-deutsche Verbindungen – so lautet der beziehungsreiche Titel einer Anthologie, die Jürgen August Alt und Alfons Huckebrink soeben im Auftrag des VS-NRW im sonderpunkt Verlag herausgebracht haben. (Ladenpreis 9,90 Euro).

    17 Autorinnen und Autoren aus beiden Ländern sind im Band vertreten mit ihrer ganz persönlichen, oft überraschenden Sicht auf das niederländisch-deutsche Tête à tête. Rozalie Hirs, Tsead Bruijna, Marion Bloem oder Ludwig Verbeek, Dieter Höss, Heide Rieck, um nur einige mit Namen zu nennen, bürgen für einen ebenso geschliffenen wie pointierten Umgang mit ihrer Muttersprache und bringen überraschende Facetten eines oftmals höchst widersprüchlichen, zumeist nachbarschaftlichen, manchmal auch freundschaftlichen Verhältnisses zum Vorschein.

    Die inhaltliche Bandbreite ist beträchtlich: Es sind ernste, manchmal bittere, zuweilen auch heitere Ereignisse, die in den Texten anklingen. Immer wird es den Leser erstaunen, wie sich mit dem jeweiligen Blickwinkel die Anschauung verändert – sei es in Kurzgeschichten, Gedichten, Essays oder gar Limericks.

    Die Herausgeber haben sich bemüht, einige Texte, vor allem im Bereich Lyrik zweisprachig zugänglich zu machen, sodass der Leser zum eingehenden philologischen Vergleich zwischen Original und Nachdichtung eingeladen ist.

    Wer eine Ahnung von den Vertracktheiten dieser Kärrner-Arbeit hat, wird unbedingt auch die große Leistung wertschätzen, die Janet Blanken, Tabea Michel, Anne Schmemann und Salima I.E.M. Senders mit ihren Übersetzungen erbracht haben.

    Die Anthologie wurde erstellt im Rahmen des Projekts »Grenswerte« des VS-NRW. Gemeinsam mit dem niederländischen Verband Vereniging van Schrijvers en Vertalers (VSenV) wurde zur Einreichung von Textbeiträgen aufgerufen. Einige Texte werden veröffentlicht werden in der online-Zeitschrift »Caleidoscoop«. Die Herausgeber bemühen sich zudem ebenfalls um eine Präsentation der Anthologie im Rahmen einer Lesung.

    Alfons Huckebrink