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    Spendenaufruf

    Spendenaufruf

    Solidarität mit Birgit und Horst – Gemeinsam gegen Hass und rechte Gewalt

    Zerstörte Scheune auf dem Anwesen von Birgit und Horst Lohmeyer | VS Fachgruppe Literatur der ver.di H. Lohmeyer Die Scheune


    Spenden zur Unterstützung der Arbeit von Birgit und Horst Lohmeyer in Jamel

    Mit Schrecken und Entsetzen hat der VS von dem Brandanschlag auf Birgit und Horst Lohmeyer mit schweren materiellen Folgen erfahren.

    Zerstörte Scheune auf dem Anwesen von Birgit und Horst Lohmeyer | VS Fachgruppe Literatur der ver.di H. Lohmeyer Die Scheune

    Wir rufen auf, ihr Leben und ihre Arbeit GEGEN RECHTS auch mit einer Spende zu unterstützen:

    Konto von: Lobbi e. V.
    IBAN: DE82130500000201038846
    BIC: NOLADE21ROS
    Verwendungszweck: Lohmeyer

    Lobbi e.V.
    unterstützt als unabhängige Organisation die Betroffenen rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Spenden mit dem Verwendungszweck »Lohmeyer« werden ungekürzt an Birgit und Horst weitergeleitet. 

    »Gemeinsam gegen Hass und rechte Gewalt«

    VS und PEN-Zentrum Deutschland fordern am 17. August 2015 in einer gemeinsamen Medieninformation die Politik zu entschlossenem Handeln auf.
    Hier zur Presseinformation

    Jamel Festival »Forstrock«
    Die Toten Hosen gegen Rechtsextremismus

    Zum neunten Mal fand im August 2015 im mecklenburgischen Ort Jamel eine ganz besondere Veranstaltung gegen Rechtsextremismus statt: das Forstrock Festival – für eine bunte Welt.

    Martin Groß | Neue Stereo Filmproduktion

    Weitere Informationen aus den Medien

    • Lautstarkes Signal

      Gegen Rechte und Fremdenfeindlichkeit

      Eindrücke von einem Besuch
      am letzten Augustwochenende 2015 in Jamel

      Chawa Lilith eröffnete mit ihrer Band das »Forstrock-Festival« für ein buntes Mecklenburg Vorpommern im von Neonazis dominierten Jamel. Gegen Nazismus und Krieg rockte die türkische Leadsängerin der Band Arsen aus Berlin. Ein absoluter Höhepunkt, der im Programm angekündigte special guest: »Die Toten Hosen«: »Wir wollen ein Zeichen setzen. Es ist eine Geste der Hochachtung für das, was die Lohmeyers hier leisten und für alle anderen, die sich nicht wegdrehen, wenn die Nazis Plätze für sich reklamieren«, proklamierte Frontmann Campino.

      zum Artikel

    • kunst+kultur

      Höllenhell, die Nacht
      Jamel: Brandstiftung bei Künstler-Kollegen
      Ein Bericht über den Ort, die Hintergründe und die Situation

      Wer der B 105 zwischen Wismar und dem nordwestmecklenburger Grevesmühlen folgt, der sieht alsbald nach dem Ort Gägelow (»mehr als 100 Geschäfte« – ein wucherndes Kommerzgeschwür) einen Wegweiser nach Jamel.
      Zum Bericht

    • Junge Welt

      Welle der Hilfsbereitschaft
      Vor einer Woche wurde die Scheune des Künstlerpaars Lohmeyer niedergebrannt. Nun melden sich die Schriftstellerverbände zu Wort
      19. August 2015: Das antifaschistisch engagierte Künstlerpaar Lohmeyer erhält immer größeren Zuspruch. In einer gemeinsamen Presseerklärung riefen der Verband Deutscher Schriftsteller in ver.di (VS) und die Autorenvereinigung PEN am Montag zu Spenden für die Familie auf. Der brannten Unbekannte – mutmaßlich Neonazis – in der Nacht zum vergangenen Donnerstag eine Scheune nieder.
      Hier zum Artikel

      Feuer im »Nazidorf«
      Im mecklenburgischen Jamel brennt der Hof einer antifa-
      schistisch engagierten Familie. Behörden gehen von Vorsatz aus
      14. August 2015: »Wir machen weiter, jetzt erst recht!« Birgit Lohmeyer klingt fest entschlossen, als sie diesen Satz am Donnerstagvormittag sagt. Obwohl der Schock tief sitzen muss. In der Nacht zuvor ist eine 240 Quadratmeter große Scheune auf ihrem Forsthof niedergebrannt. Polizei, Staatsanwaltschaft und die Familie Lohmeyer, die in dem als »Nazidorf« bekanntgewordenen Ort Jamel in Nordwestmecklenburg lebt, gehen von Brandstiftung aus. In zwei Wochen soll hier zum neunten Mal ein Rockfestival gegen rechts stattfinden. Dem Ehepaar Lohmeyer wird darüberhinaus am letzten Augustwochenende für sein antifaschistisches Engagement der Georg-Leber-Preis für Zivilcourage der IG BAU überreicht.
      Hier zum Artikel

    • SPIEGEL online

      Braunes Jamel: Ein Dorf in der Hand von Neonazis
      16. August 2015: Abgefackelte Häuser, aufgespießte Haustiere, vertriebene Neubürger, Kriegsspiele im Wald - ein Dörfchen vor den Toren Wismars ist seit mehr als einem Jahrzehnt in der Hand von Neonazis. Der Bürgermeister sagt: »Wir haben Jamel aufgegeben.« Doch es gibt noch ein paar Unentwegte.
      Hier zum Artikel

      Verdacht auf Brandstiftung:
      Neonazi-Gegner in Jamel stehen unter Polizeischutz

      13. August 2015: Nach dem Brand ihrer Scheune hat das Künstlerpaar Lohmeyer in Jamel Polizeischutz bekommen. Die Behörden ermitteln wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Das Dorf in Mecklenburg-Vorpommern gilt als Hochburg von Neonazis.
      Hier zur Meldung

    • SDZ | Süddeutsche Zeitung

      »Die Neonazis sind verzweifelt«
      14. August 2015: Das Ehepaar Lohmeyer setzt sich seit Jahren gegen Rechtsextreme zur Wehr. Nun wurde ihre Scheune angezündet. Also wegziehen? »Wir sind genau am richtigen Platz«, sagt das Paar.
      Hier zum Artikel

      Brandanschlag auf Nazi-Gegner
      13. August 2015: Im nordwestmecklenburgischen Jamel ist die Scheune von Nazigegnern angezündet worden.
      Das Ehepaar Lohmeyer setzt sich in der von Neonazis bewohnten Ortschaft seit Jahren gegen Rechtsextremismus ein.
      Hier zum Artikel

    • OZ | Ostseezeitung.de

      Feuer bei Nazi-Gegnern:
      Ermittler finden Brandbeschleuniger

      Der Brand auf dem Forsthof der Familie Lohmeyer im nordwestmecklenburgischen Jamel wurde vorsätzlich gelegt. Das Ehepaar erhält Polizeischutz.
      Jamel, 14. August 2015. Bei dem Brand auf dem Forsthof der Familie Lohmeyer in Jamel (Landkreis Nordwestmecklenburg) verdichten sich die Hinweise auf einen rechtsextremistisch motivierten Anschlag. Ermittler fanden in den Resten der niedergebrannten Scheune Spuren von Brandbeschleuniger.
      Hier zum Bericht

    • NDR | Norddeutscher Rundfunk

      Feuer in Jamel: Polizei findet Brandbeschleuniger
      14. August 2015: Nach dem Brand einer Scheune in Jamel hat die Polizei am Freitag Brandbeschleuniger am Tatort gefunden. Ermittler stellten zudem eine abgebrannte Lunte im Gras fest. Damit stehe fest, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin, Stefan Urbanek.
      Bei dem Brand in der Nacht zum Donnerstag war die 150 Jahre alte, reetgedeckte Scheune auf dem Forsthof des Künstlerpaares Birgit und Horst Lohmeyer zerstört worden. Das Ehepaar engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus in dem Ort. Die Polizei kündigte an, die Lohmeyers unter Polizeischutz zu stellen. Stündlich soll ein Streifenwagen durch den Ort fahren.
      Hier zum Video-Bericht

      Nach Brand: Ehepaar bekommt Polizeischutz
      13. August 2015: Bei dem Brand auf dem Forsthof der Familie Lohmeyer in Jamel (Landkreis Nordwestmecklenburg) verdichten sich offenbar die Hinweise auf einen rechtsextremistisch motivierten Anschlag. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus, Staatsanwaltschaft und Staatsschutz haben sich ebenfalls in die Ermittlungen eingeschaltet. Am Donnerstagnachmittag untersuchten Kriminaltechniker und ein externer Brandgutachter den Forsthof in Jamel.
      Hier zum Video-Bericht

    • SVZ | Schweriner Volkszeitung

      Brandstifter: Belohnung ausgesetzt
      Beratungsverein beklagt Zunahme rechter Gewalt

      14. August 2015: Nach dem Feuer auf dem Hof des als Nazi-Gegner bekannten Künstlerpaares Birgit und Horst Lohmeyer in Jamel bei Wismar haben die Ermittler in den Resten der niedergebrannten Scheune Spuren von Brandbeschleuniger gefunden. Damit stehe fest, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin, Stefan Urbanek, gestern. Wer dafür verantwortlich zu machen ist, sei noch unklar.
      Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, setzt die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro aus.
      Hier zum Artikel

      Scheune in Jamel in Flammen:
      Rechter Anschlag auf Lohmeyers?

      13. August 2015: Brandgeruch hängt über dem Forstweg. Von der Reetscheune stehen nur noch die Grundmauern. Ist das, was Donnerstagnacht in Jamel passiert ist, ein Anschlag auf Birgit und Horst Lohmeyer? Diese Frage schwebt am Morgen danach über der Szenerie.
      Hier zur Meldung

    • Presseportal Polizeipräsidium Rostock

      Scheunenbrand in Jamel
      Wismar, 13.08.2015 – 04:58 Uhr: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es in der Ortschaft Jamel gegen 00:15 Uhr zu einem Brand einer Scheune. Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort konnten durch die eingesetzten Beamten des Polizeihauptrevieres Wismar Rauchschwaden und Feuerflammen in Jamel wahrgenommen werden.
      Vor Ort wurde durch die Beamten festgestellt, dass ein ca. 240 m² großes gemauertes Fachwerkhaus in der Jameler Forststraße in voller Ausdehnung in Flammen stand.
      Zum Polizeireport

    Die taz
    analysiert am 17. Juli 2015 die Situation u.a. im mecklenburgischen Dorf Jamel:
    Während der NSU-Komplex genau untersucht wird, sind Nazis etabliert wie nie. Sie fallen wenig auf, übernehmen zunehmend öffentliche Ämter.

    • Rechtsextremismus in Deutschland

      Zschäpe war gestern
      Während der NSU-Komplex genau untersucht wird, sind Nazis etabliert wie nie. Sie fallen wenig auf, übernehmen zunehmend öffentliche Ämter.
      Eingeladen hat der Neonazi Sven Krüger, Dutzende Personen feiern mit ihm die Sommersonnenwende. Auch dabei: zahlreiche Kinder, manche in völkisch-korrekten Gewändern mit geflochtenem Haar, andere in zeitgemäßer Kleidung.
      Hier zum Bericht

    Das Gedicht von Birgit Lohmeyer wurde 2012 im Gedichtwettbewerb WORTE gegen RECHTS des VS ausgezeichnet.
    Es kann als Plakat in der Geschäftsstelle des VS bezogen werden.

    Hintergrund

    Die VS-Kollegin Birgit und ihr Mann Horst wohnen seit 2004 in einem ehemaligen Forsthof in Jamel (Landkreis Nordwestmecklenburg). Die dazugehörige reetgedeckte und mehr als 150 Jahre alte Scheune wurde in der Nacht vom 13. August 2015 vorsätzlich durch Feuer zerstört. Brandbeschleuniger wurden am Tatort gefunden.
    Die Vermutung, es handele sich hierbei um ein rechtsradikales Motiv, ist sehr plausibel. Schon im Jahr 2007 berichteten die Medien, dass Jamel »in der Hand von Neonazis« ist.

    Trotz des Brandanschlags soll – zum neunten Mal – das Open-Air-Festival »Forstrock – für eine bunte Welt«, für Demokratie und Toleranz am 28. und 29. August 2015 in Jamel stattfinden. Birgit und Horst Lohmeyer haben für ihr Engagement gegen den Rechtsextremismus verschiedene Preise erhalten; z. B. 2011 den Paul-Spiegel-Zivilcourage-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland.

    Mecklenburg soll »bunt bleiben«, dafür stehen die Lohmeyers ein und das ist auch im Sinne des Verbands deutscher Schriftsteller. Wer sich solidarisch mit Birgit und Horst zeigen möchte, den bitten wir zu spenden.

    Lasst uns gemeinsam für eine tolerante, menschenfreundliche Gesellschaft eintreten, in der für jeden Menschen die körperliche Unversehrtheit und die Grundrechte gewährleistet sind. Gegen Hass, Rassismus und Fremdenhass für eine bunte solidarische Gesellschaft.