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    Gewinnerzielungsabsicht

    Gewinnerzielungsabsicht

    Das Finanzamt will meine freiberufliche Tätigkeit nur noch als »Liebhaberei« anerkennen...

    Im Mediafon-Ratgeber finden Sie dazu folgender Text – vollständig Liebhaberei eingeben):

    Liebhaberei und Berufsanfänger

    • Wer eine selbstständige Tätigkeit nicht erwerbsmäßig, sondern lediglich als Liebhaberei ausübt, kann seine Verluste aus dieser Tätigkeit nicht in der Einkommensteuererklärung geltend machen (eventuelle Gewinne muss er jedoch versteuern!), wird als Künstler oder Publizistin nicht über die Künstlersozialkasse versichert.
      Gedacht war diese Regelung ursprünglich für Ferienhausbesitzer, die ihr Haus fast nur selbst nutzen, die Kosten aber gern als "Verluste aus Vermietung" von der Steuer absetzen möchten. Angewandt wird sie leider immer wieder auch auf freie Künstler, die von ihrer Arbeit nicht leben können.

    Und weiter:

    • Der Bundesfinanzhof hat akzeptiert, dass bei einer künstlerischen Tätigkeit positive Einkünfte manchmal erst nach acht oder zehn Jahren erzielt werden. Kommt das Finanzamt allerdings zu der Auffassung, dass der Steuerpflichtige so hohe Ausgaben tätigt, dass ein "Totalüberschuss" auch über einen längeren Zeitraum nicht zu erwarten ist, kann es seine Tätigkeit schon vorher als Liebhaberei einstufen. Bemüht sich die Künstlerin dagegen, nicht notwendige Ausgaben zu vermeiden, so werten die Finanzämter das als Indiz für eine "Einkünfteerzielungsabsicht" und damit für eine Erwerbstätigkeit.

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