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    Kreativität und Meinungsfreiheit stärken

    Kreativität und Meinungsfreiheit stärken

    21.04.2015
    Logo zum Welttag des Buches und des Urheberrechts 2015 UNESCO Welttag des Buches 2015


    Der VS zum Welttag des Buches und Urheberrechts

    »Das Buch als Träger des geschriebenen Wortes trägt weltweit zur Bewahrung und Stärkung der kulturellen Vielfalt bei; zugleich ist es eine Brücke der Verständigung zwischen Menschen und Kulturen«, erklärt die Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller VS, Eva Leipprand: »Das Buch darf, während die Globalisierung fortschreitet, nicht allein den Marktkräften überlassen bleiben. Deshalb feiern wir heute auch den Welttag des Urheberrechts.«

    Seit jeher setzt sich der Verband deutscher Schriftsteller (VS in ver.di) für den Schutz der Kreativität, der schöpferischen Leistung ein, auch in der Ära der Globalisierung und Digitalisierung.

    Das Urheberrecht ist ein Menschenrecht.

    »Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen«, heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

    Wir fordern von Politik und Wirtschaft, Artikel 27 der UN-Menschenrechtscharta auch im digitalen Zeitalter uneingeschränkt zu achten, zu schützen und mit Leben zu füllen.

    Es geht bei weitem nicht nur um die beruflichen Belange von Worturhebern und anderen Künstlern, denn der Wert der schöpferischen Leistung bereichert grundsätzlich viele Lebensbereiche und ist somit eine gesellschaftlich relevante Frage. Eine kulturelle Gemeinschaft – ebenso wie die stetig wachsende Kreativwirtschaft und die künstlerische Vielfalt – sind auf professionell arbeitende Urheber angewiesen.

    Durch Verletzungen des Urheberrechts erleiden Kulturschaffende jedoch einen erheblichen ökonomischen Verlust.

    Wir fordern daher vom Gesetzgeber, jeder Entwertung geistiger Leistung, ob in der analogen oder in der digitalen Bücherwelt, entgegenzutreten. Die gesetzliche Regelung der Mindestvergütung nach dem Urhebervertragsrecht ist dringend geboten.

    »Künstler und Kreative müssen von ihrer Arbeit leben – und nicht nur knapp überleben können«, sagte jüngst Kulturstaatministerin Prof. Monika Grütters.

    Die geistige Arbeit ist dabei für jede Art von Publikation (Buch, Hörbuch, E-Book etc.) gleichwertig; Autorinnen und Autoren müssen also in jedem Bereich angemessen honoriert werden.

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    Ein starkes Urheberrecht ist zugleich Garant für die Meinungsfreiheit. So unterstützt auch der Verband deutscher Schriftsteller den europaweiten Apell »Copyright guarantees freedom of expression«, zu dem im März in Paris aufgerufen wurde. Ebenso engagiert sich der VS zusammen mit anderen Autorenvereinigungen seit 2014 für einen fairen Buchmarkt in Deutschland.

    Auf EU-Ebene steht in diesem Jahr die Modernisierung und Weiterentwicklung des Urheberrechts durch das Europäische Parlament an. Die notwendigen Reformen zur Anpassung des Urheberrechts an Erfordernisse der digitalen Welt dürfen nicht dazu führen, dass der Wert der kreativen Leistung Schaden erleidet. Insbesondere sehen Urheber ihr Recht durch Internetmonopolisten bedroht.

    Der stellvertretende Vorsitzende des VS, Imre Török, bekräftigt die Bedeutung dieser Position: »Urheberrecht muss ein Autorenrecht, muss Schutz der geistigen und materiellen Interessen der Kreativen bleiben.«

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    Die Medieninformation des VS vom 21. April 2015 kann als pdf-Datei hier geladen werden.

    Pressekontakt

    Heinrich Bleicher-Nagelsmann
    TEL: +49.30.6956-2327 | e-Mail: vs@verdi.de