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    NETZWERK AUTORENRECHTE gegründet

    NETZWERK AUTORENRECHTE gegründet

    14.10.2016

    Neun Schriftsteller-Verbände gründen Literaturlobby:

    Netzwerk Autorenrechte kämpft künftig gemeinsam für die Belange von Autorinnen und Autoren

    Logo des NETZWERK AUTORENRECHTE | VS Fachgruppe Literatur der ver.di NETZWERK AUTORENRECHTE

    BERLIN I 14.Oktober 2016: Rückschläge beim Urhebervertragsrecht, Stagnation bei der Regulierung von Plattformen, Aufschwung der Piraterie: Vor diesem Hintergrund wurde am 2. Oktober 2016 in Berlin auf den Impuls der Schriftstellerin und Literaturaktivistin Nina George eine neue, starke Lobby für Buchautorinnen und -autoren konstituiert: das Netzwerk Autorenrechte, gegründet von den größten deutschsprachigen Schriftsteller- und Schriftstellerinnenorganisationen, darunter das PEN-Zentrum Deutschland, der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), das Syndikat und die Mörderischen Schwestern e.V..

    Intensiver Austausch, verbandsübergreifende Kooperationen und Erklärungen sowie eine repräsentative und starke Stimme gegenüber Politik und Branchenakteuren bei der Vertretung der Rechte von (Buch)-Autorinnen und Autoren sind die erklärten gemeinsamen Ziele der Initiative. Das Netzwerk repräsentiert über 7.000 Autorinnen und Autoren der Literaturbranche. Die erste gemeinsame Erklärung des Netzwerk Autorenrechte zum Regierungsentwurf zum Urhebervertragsrecht fordert ein klares Bekenntnis zu fairen Konditionen für Berufskünstlerinnen und -künstlern. Die Erklärung finden Sie wie auch weitere Informationen ab 19. Oktober 2016 auf der Homepage www.netzwerk-autorenrechte.de.

    Vorsitzende der beteiligten Verbände | VS Fachgruppe Literatur der ver.di bibo Loebnau NETZWERK AUTORENRECHTE  – v.l.n.r. (vorne) Nina George (PEN Beirätin), Imre Török (Vize-Vorsitzender VS), Cordula Hamann (42er Autoren), Jana Jürß (Sprecherin Das Syndikat), Eva Leipprand (Bundesvorsitzende VS), Ute Hacker (Vorsitzende Autorinnenvereinigung), Dorrit Bartel (42er Autorinen). v.l.n.r. (hinten) Jo Kramer (Redaktion Initiative Fairer Buchmarkt), Tobias Kiwitt (Sprecher BVjA), Gino Leineweber (Präsident TSWTC), Lena Falkenhagen (PAN), Janet Clark (Präsidentin Mörderische Schwestern)

    Durch die Vielfalt der Sichtweisen bei den verschiedenen Organisationen ist hierbei gewährleistet, dass die Interessen der etablierten, als auch der Jung-Autoren, der Literaten, Sachbuch- und Genreautoren oder auch Hybridautoren wie Selfpublisher gleichermaßen Gehör finden. Dabei bringt jeder Verband seine Wissens- und Aktivitätsschwerpunkte zielgerichtet in die gemeinsame Arbeit ein.

    »Bücher sind nicht nur Ware, sondern Kulturgut und wichtig für die Erneuerungsfähigkeit der Gesellschaft«, so Eva Leipprand, Bundesvorsitzende des VS. »Zwar nimmt die Bedeutung der Kreativität weltweit zu, der Gewinn aber verlagert sich auf die Intermediäre. Autorinnen und Autoren als Garanten der kulturellen Vielfalt sind das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette. Der Zusammenschluss im Netzwerk Autorenrechte dient der Stärkung unserer Position.«

    »Autorinnen und Autoren brauchen genau jetzt eine Lobby«, erklärt Netzwerk-Initiatorin und Beirätin des PEN-Präsidiums, Nina George. »Ob gegenüber Politik, Verlagen, Bibliotheken, Digitalunternehmen, Geräteherstellern oder Gesetzgeber. Der transfer of value, der Wertetransfer weg von unseren Leistungen, hin zum monopolisierten Inhalteverteiler ist ein Thema, dem wir uns heute engagiert widmen müssen – damit die Autorinnen der Zukunft weder von Mäzenen noch Subventionen abhängig sind.«

    Das Netzwerk Autorenrechte hat in seiner konstituierenden Gründungssitzung folgende Prioritäten für gemeinsame Aktivitäten beschlossen:

    • die Interessensvertretung für gerechte Honorare und Verträge,
    • die Stärkung der Wertschätzung der Kreativität in unserer Gesellschaft,
    • den Schutz der Autoren mit dem Ziel der Schaffung vergleichbarer Rechte der Autoren in der digitalen Welt wie in der analogen,
    • den Schutz vor Plattformen durch Schaffung von Verkehrs- und Verteilungsregelungen,
    • den Schutz vor Druckkostenzuschussverlagen,
    • die Verbesserung der Wahrnehmung von Autorenrechten in der Politik durch ein gebündeltes Auftreten,
    • die Gewinnung von Unterstützern in der Politik, Literaturbranche, Wirtschaft und Gesellschaft.


    Die zurzeit neun beteiligten Verbände Und ihre kurzen Erklärungen zur Gründung

    • 42erAutoren

       Der gemeinnützige Verein zur Förderung der Literatur, besteht seit 1999 und hat über 70 Mitglieder aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Schwerpunkt des Vereins ist die Unterstützung von Autoren und Autorinnen auf ihrem Weg vom Beginn des Schreibens bis zu erfolgreichen Veröffentlichung.

      Ansprechpartnerin
      Cordula Hamann, Vorstandsvorsitzende der 42erAutoren, Telefon: 0172/3117559, Mail: vorstand@42erAutoren.de, www.42erautoren.de

      Statement
      »In Zeiten zunehmender Netz-Piraterie und aktueller Diskussionen über Urheberrecht im nationalen und europäischen Recht ist den 42erAutoren die Vernetzung mit anderen Autorenverbänden wichtig.«

    • Die Autorinnenvereinigung e.V.

      Die Autorinnenvereinigung ist das einzige deutschsprachige Netzwerk für Autorinnen über alle Genre-Grenzen hinweg. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf mehr Selbstbewusstsein von Frauen für ein freies künstlerisches Leben und die Präsenz von Autorinnen in der literarischen Welt.

      Ansprechpartnerin
      Ute Hacker, 1. Vorsitzende, Telefon: 0162/3471466, Mail: vorstand@autorinnenvereinigung.eu, www.autorinnenvereinigung.de

      Statement
      »Wir schließen uns dem NETZWERK AUTORENRECHTE an, weil AutorInnen in Deutschland immer mehr Rechte genommen werden sollen. Nur wer laut schreit, wird gehört. Die Stimme des Netzwerks ist sicher lauter als die eines einzelnen Vereins.«

    • Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA)

      Der BVjA wurde im Jahre 1987 gegründet und hat das Ziel, arrivierter und aufstrebender deutschsprachiger Literatur Wege zu ebnen. Der gemeinnützige Verein zählt bundesweit etwa 500 Mitglieder und hat seinen Sitz in Bonn.

      Ansprechpartner
      Tobias Kiwitt, Vorstandssprecher, Telefon: 0172/7576687, Mail:  sprecher@bvja-online.de, www.bvja-online.de

      Statement
      »Ich verbinde mit dem NETZWERK AUTORENRECHTE, dass in Berlin und Brüssel ab nun auf Deutschlands Kulturschaffende gehört wird.«

    • Die Mörderischen Schwestern e.V.

      Der Verein setzt sich für die Förderung der von Frauen verfassten, deutschsprachigen Kriminalliteratur ein. Mit ca. 450 Mitgliedern ist es die größte europäische Vereinigung von Krimiautorinnen und Bücherfrauen.

      Ansprechpartnerin
      Janet Clark, Präsidentin, Telefon: 0174/5314888, Mail: praesidium@moerderische-schwestern.eu, www.moerderische-schwestern.eu

      Statement
      »Plattformregulierung, der Schutz persönlicher Rechte im digitalen Raum und die Wertschätzung unserer Leistungen sind Themen, die Autorinnen neben Handwerk und Honorar beschäftigen. Mehr denn je ist politisches Einmischen nötig.«

    • PAN – Das Phantastik-Autoren-Netzwerk

      Das Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e.V. ist ein junger und schnell wachsender Verein, der Autorinnen und Autoren deutschsprachiger Phantastik-Literatur vertritt. Qualität und hohe Professionalität, aber auch die Liebe zur literarischen Phantastik und die Bereitschaft, sich für ihre Interessen zu engagieren, stehen für die Ziele der Mitglieder.

      Ansprechpartnerin
      Lena Falkenhagen, Schatzmeisterin, lena.falkenhagen@phantastik-autoren.net, http://phantastik-autoren.net/

      Statement:
      »Der PAN-Vorstand erhofft sich vom NETZWERK AUTORENRECHTE eine weitere Vernetzung der Verbände mit dem Ziel der Wahrnehmung und Stärkung unserer aller Rechte. Die Buchbranche professionalisiert sich ständig und benötigt eine starke Vertretung.«

    • PEN-Zentrum Deutschland

      Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im Internationalen PEN (Poets, Essayists, Novelists) vereint sind. Die Charta des PEN verlangt von seinen Mitgliedern das Engagement für Presse- und Meinungsfreiheit, die Bekämpfung von Rassen-, Klassen- und Völkerhass sowie die Förderung von unabhängiger Literatur über alle Landesgrenzen hinweg.

      Ansprechpartnerin
      Nina George, Telefon: 0170/2442552, Mail: georgenina@yahoo.de, www.pen-deutschland.de

    • Das Syndikat

      Das Syndikat mit rund 750 deutschsprachigen Krimiautorinnen und Autoren hat das Ziel, deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben sowie für die Mitglieder ein Forum des Austauschs zu schaffen.

      Ansprechpartnerin
      Jana Jürß,  Sprecherin. Mail: info@das-syndikat.com, www.das-syndikat.com

      Statement:
      »Die Krimi- und Spannungsliteratur ist häufig von Piraterie betroffen. Paid Piracy erwirtschaftet zudem einen unversteuerten Umsatz mit unserer Arbeit in Millionenhöhe. Hier müssen Verantwortungslücken im Telemediengesetz geschlossen werden, die diese Schattenwirtschaft ermöglichen.«

    • TSWTC – Three Seas Writers’ and Translators’ Council

      Three Seas Writers’ and Translators’ Council (TSWTC) ist an das internationale Schriftstellerzentrum in Rhodos angegliedert und widmet sich der grenz- und gesellschaftsüberschreitenden Zusammenarbeit sowie den immer wieder auftretenden Problemen der Schriftsteller und Schriftstellerinnen.

      Ansprechpartner
      Gino Leineweber, Präsident des Councils, Mail: info@gino-leineweber.de, www.tswtc.org

      Statement
      »Der TSWTC ist Gründungsmitglied des NETZWERK AUTORENRECHTE, weil es zu seinen originären Aufgaben gehört, für die Rechte von Autoren und Autorinnen einzutreten. Aus den internationalen Konferenzen und Versammlungen ergibt sich, dass die Autorenrechte nicht auf ein Land begrenzt sind, sondern die Berufsangehörigen weltweit betreffen. Indem TSWTC im NETZWERK AUTORENRECHTE mitarbeitet, setzt es sich auch für die Belange seiner 22 Mitgliedsorganisationen aus 14 europäischen Ländern ein. Viele von ihnen veröffentlichen auch im deutschsprachigen Raum.«

    • VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller

      Der VS vertritt als Berufsverband in ver.di seit 1969 die Rechte und Interessen der Autorinnen und Autoren (und der Übersetzerinnen und Übersetzer) gegenüber den Verlagsverbänden, der Bundespolitik und der europäischen Politik. Künstlersozialkasse, Normverträge und Bibliothekstantieme sind wesentliche Errungenschaften des VS. Bundesvorsitzende: Eva Leipprand.

      Ansprechpartner
      Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Telefon: 030/6956-2327, Mail: heinrich.bleicher-nagelsmann@verdi.de;
      Eva Leipprand, Telefon 0171/3522159, Mail: eva.leipprand@gmx.de;
      Imre Török, Telefon: 0179/2232908, Mail: luxit@t-online.de;
      http://vs.verdi.de


    Die gemeinsame Presseinformation
    vom 14. Oktober 2016 kann – auch in Kurzfassung – als pdf-Datei hier geladen werden:

    Pressekontakt

    Heinrich Bleicher-Nagelsmann
    TEL: +49.30.6956-2327 | e-Mail: vs@verdi.de

    Terminhinweis

    Das NETZWERK AUTORENRECHTE
    auf der Buchmesse Frankfurt/M.

    Mittwoch, 19. Oktober 2016, 15.30 Uhr
    Selfpublishing Bühne, Halle 3.0 K 13

    »Vernetzt Euch! Engagiert Euch«
    Das
    NETZWERK AUTORENRECHTE stellt sich vor.

    Auf dem Podium:

    • Eva Leipprand (VS),
    • Janet Clark (Mörderische Schwestern),
    • Gino Leineweber (TSWTC).

    Moderation:

    • Tobias Kiwitt (BVjA)

     

    Die gemeinsame Presseinformation
    vom 14. Oktober 2016 kann – auch in Kurzfassung – als pdf-Datei hier geladen werden: