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    »Ein starker Streiter für Kultur und Recht«

    »Ein starker Streiter für Kultur und Recht«

    05.12.2016

    Der VS gratuliert Fred Breinersdorfer

    »Politisches und sozialpolitisches Engagement sowie überzeugende künstlerische Ausdrucksfähigkeit in Schrift, Wort und Bild sind seine Markenzeichen seit Jahrzehnten.« Mit diesen Worten würdigt die VS-Vorsitzende Eva Leipprand ihren Amtsvorgänger, Fred Breinersdorfer, zu seinem 70. Geburtstag am 6. Dezember 2016.

    Von 1997 bis 2005war der Drehbuchautor, Schriftsteller und Rechtsanwalt der engagierte und mit hoher Durchsetzungskraft ausgestattete Streiter für die berufspolitischen, literarischen und kulturpolitischen Interessen der Autorinnen und Autoren. Von seinem Vorgänger Erich Loest hatte er den VS auf dem Kongress in Chemnitz 1997 in »guter Kondition übernommen«. Die Basis für einen Aufbruch des Verbandes war stark, weil sich, wie Breinersdorfer in seiner Antrittsrede feststellte, »ein Umbruch im gewerkschaftlichen Denken ergeben hatte. … Der neue VS wird sich an den Bedürfnissen der Mitglieder orientieren, den Schutz der künstlerischen und ökonomischen Interessen ins Zentrum rücken und unser Metier, die Literatur, unterstützen und fördern«.

    Als er 2005 beim Schriftstellerkongress in Ingolstadt, bei dem auch Frank Bsirske, der Chef des für die Autoren neuen Muttergewerkschaftsverbandes ver.di anwesend war, aus dem Amt schied, konnte er auf große Erfolge verweisen. Eines seiner Hauptziele, die Verbesserung des Urhebervertragsrechtes, hatte Breinersdorfer auch in guter Zusammenarbeit mit der damaligen Justizministerin Herta Däubler-Gmelin auf den Weg bringen können. Da es allerdings nicht die gewünschte optimale Gestalt erhalten hatte, blieb der trainierte Marathonläufer weiter im Rennen. Er förderte strategische Allianzen und leistete maßgebliche Arbeit für die Interessen von Autorinnen und Autoren auch in der VG Wort, im PEN, in der Filmakademie, der Akademie für darstellende Künste und bei seiner Tätigkeit als Hochschullehrer.

    Großes künstlerisches Renommee erwarb er sich mit Drehbüchern für Tatorte und andere Krimis sowie mehrfach nominierte und mit Preisen ausgezeichnete Fernseh- bzw. Kinofilme. Der Widerstandskraft des Einzelnen sowie menschlicher Souveränität in barbarischen Zeiten setzte er mit seinen auch international anerkannten Filmen über Sophie Scholl, Georg Elser und Anne Frank ein Denkmal.

    Soziales und politisches Engagement prägt das ganze Leben des künstlerischen Multitalents, der auch als Maler, Fotograf, Produzent wirkt. Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller dankt seinem unermüdlichen Mitstreiter und wünscht ihm weiterhin alles Gute für seine künstlerische Laufbahn, aber auch für sein privates Wohlergehen.

    »Das schönste Geburtstagsgeschenk wäre sicher eine Verbesserung des Urhebervertragsrechtes, dass Fred 2002 maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat. Wir wünschen es ihm und uns im gemeinsamen Interesse«, erklärte die VS-Vorsitzende Eva Leipprand.

    Pressekontakt

    Heinrich Bleicher-Nagelsmann
    TEL: +49.30.6956-2327 | e-Mail: vs@verdi.de

    Medieninformation

    Die Medieninformation des VS vom 5. Dezember 2016 kann als pdf-Datei hier geladen werden.