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Rechte der Kreativen uneingeschränkt schützen!

22.04.2014

»Kreativität ist ein nachwachsender Rohstoff, vergleichbar mit den Wäldern. Werden Wälder lediglich ausgebeutet und abgeholzt, setzt die Verwüstung ein. Eine Gesellschaft, die das Urheberrecht infrage stellt, akzeptiert eine fortschreitende geistige Verödung«, erklärte Imre Török, VS-Vorsitzender, zum UNESCO-Welttag des Buches.

Der 23. April erinnere zu recht daran, dass Bücher und Urheberrecht unabdingbar zusammengehören und dass sie in jeder Gesellschaft, zu jeder Zeit schützenswert sind. Es macht für Autorinnen und Autoren dabei keinen Unterschied, ob ihr Werk in gedruckter Form oder als e-Book gelesen wird, ob es gekauft oder in Bibliotheken ausgeliehen wurde. Die geistige, schöpferische Leistung ist stets dieselbe, und gleichwohl wollen und müssen professionelle Worturheber ihren Lebensunterhalt mit ihrer kreativen Arbeitskraft bestreiten.

Der heraufbeschworene Interessengegensatz zwischen Verbraucherschutz und Urheberrecht oder zwischen Informationsfreiheit und Schutz der Kreativität ist kontraproduktiv und geht an tatsächlichen gesellschaftlichen Bedürfnissen vorbei. Denn nur florierende und hochgradig fundierte Kreativität unterstützt und garantiert die gesellschaftlichen Bedürfnisse nach bestmöglicher Unterhaltung, Bildung und Informationsbreite. Der Verband deutscher Schriftsteller (VS) und die Autorenschaft fordern den uneingeschränkten Schutz des Urheberrechts. Auch in der digitalen Literaturwelt dürfen Neuregelungen keinesfalls zu Lasten der Worturheber gehen.

»Die Werke der Autorinnen und Autoren sind Grundpfeiler des gesamten Literaturbetriebs, also Brücke zur Leserschaft. Wir Worturheber erwarten ein solidarisches Zusammenwirken mit allen Literaturverwertern und Literaturvermittlern, damit wir auch in Zukunft gemeinsam mit unseren Lesern würdige Welttage des Buches und des Urheberrechts jederzeit feiern können«, forderte Török.

Buchhandlungen, Bibliotheken, das Internet ließen sich auch billigst mit Inhalten auffüllen. Wer jedoch hochwertige und ansprechende Werke fördern will und wer die Zukunftschancen einer vielfältigen literarischen Produktion schützen wolle, dürfe nicht der Gratismentalität das Wort reden und das Urheberrecht zum Nachteil der Wortschöpfer verändern.

Die Digitalisierung wirft neue Fragen auf, so z. B. im Bereich der »onleihe« für e-Medien. Irreführend, enttäuschend und wenig zielführend ist dabei aber die Behauptung im Rahmen einer europäischen Kampagne, durch das geltende Urheberrecht würde der Kernauftrag der Bibliotheken, allen Bürgerinnen und Bürgern Bildung und Information zu einfachen und kostengünstigen Bedingungen zu ermöglichen, unterlaufen.

»Der Zauber des Worts, die Magie der Sprachgewalt, das kulturelle und politische Engagement in den Büchern sollen und müssen auch weiterhin in großer Vielfalt eine breite Leserschaft erreichen“, erklärte Török.

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Die VS-Medieninformation vom 22. April 2014 kann als pdf-Datei hier geladen werden.

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