Pressemitteilungen

    Honorare, Transparenz, Buchpreisbindung

    Honorare, Transparenz, Buchpreisbindung

    06.10.2017

    Forderungen der Autorinnen- und Autorenallianz (AAAE)
    an die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten

    Medieninformation und Einladung zum
    Pressegespräch auf der Frankfurter Buchmesse

    Anlässlich der Buchmesse Frankfurt 2017 formulieren der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS, Deutschland), die Societé des Gens de Lettres (SDGL, Frankreich), die Federazione Unitaria Italiana Scrittori (FUIS, Italien), die Asociación Colegial de Escritores (ACE, Spanien), Das Syndikat (Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur, Deutschland), die Societé Civile des Auteurs Multimedia (SCAM, Frankreich) sowie das Conseil Permanent des Écrivains (CPE, Frankreich) eine Deklaration mit vier gemeinsamen Kernforderungen an die Europäische Politik, an ihre Mitgliedsstaaten sowie an die Buchbranche.

    »Im nationalen Rahmen lassen sich viele Probleme nicht mehr lösen«, so Eva Leipprand, Bundesvorsitzende des VS. »Unterschiedliche Bedingungen in den Ländern führen zur Zersplitterung der Kräfte. Deshalb ist es sinnvoll, die gemeinsamen Interessen zu formulieren und auf der europäischen Ebene zu debattieren.«

    »In Zeiten der sich weiter entwickelnden digitalen Buchbranche ist eine internationale Kooperation zum politischen Schutz der Rechte von Schriftstellerinnen und Schriftsteller unerlässlich«, ergänzt Simone di Conza, Präsidiumsmitglied der italienischen Autorenvertretung FUIS über die Vier-Länder-Kooperation.

    Pascal Ory, Präsident des französischen CPE, lädt europäische Autoren- und Autorinnenverbände ein, sich den Forderungen nach Transparenz und fairer Vergütung anzuschließen. »Die ökonomische Dimension, die auf der Arbeit von Autorinnen und Autoren beruht, sollte ihnen den Anteil sichern, der ihnen zusteht«, so Ory.

    »Es geht um nichts weniger als um den Respekt und den würdevollen Umgang mit künstlerischer Arbeit«, betont auch Amelia Pérez de Villar (ACE). »Sie ist der Nährboden, auf der nicht nur eine Kulturindustrie wächst – sondern Geist und Mentalität jeder Gesellschaft.«

    Autorinnen und Autoren sind die Quelle einer Wertschöpfungskette, in der über 500.000 Menschen in Europa Arbeit finden und die einen Umsatz von mehr als 23 Milliarden Euro für den Buchbereich erwirtschaftet. Die Rechte von Schriftstellern und Übersetzern müssen effektiver geschützt werden – das fordert die Autorinnen- und Autoren-Allianz (AAAE) europäischer Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverbände in ihrer Déclaration, die am 11. Oktober 2017 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wird.

    Präsentation und Interviewmöglichkeit
    zur »Déclaration« Europäischer Autoren- und Autorinnenverbände AAAE auf der Frankfurter Buchmesse 2017:

         Mittwoch, 11. Oktober 2017, 15:30 – 16:00 Uhr,
         Halle 4.1, Stand D 92
         (Gemeinschaftsstand des VS und PEN-Zentrum Deutschland)

    Es stehen zu Interviews und Gesprächen zur Verfügung:

    • Nina George
      Bundesvorstandsmitglied des VS,
    • Marie Sellier
      Präsidentin SDGL (Societé des Gens de Lettres),
    • Simone di Conza
      (Federazione Unitaria Italiana Scrittori),
    • Hervé Romy
      Vorsitzender SCAM (Societé civile des auteurs multimedia),
    • Pascal Ory
      Präsident CPE (Conseil Permanent des Écrivains).

    Pressekontakt

    Für Rückfragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:
    Rudolf Zink • VS Geschäftsstelle • Telefon: +49 30 6956-2331 • rudolf.zink@verdi.de

    AAAE

    Die Allianz europäischer Organisationen von Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, gebildet aus Anlass der Frankfurter Buchmesse 2017:
    VS (Deutschland), Das Syndikat (Deutschland),
    CPE, SDGL und SCAM (Frankreich), FUIS (Italien),
    ACE (Spanien)

    Medieninformationen


    Die gemeinsame Pressemeldung vom 6. Oktober 2017 sowie die Deklaration in Deutsch und Englisch können als pdf-Datei hier geladen werden: